Schlagwort: Ausbildung

Förderschüler finden nur selten einen Ausbildungsplatz

So sieht Inklusion in der Berufsausbildung aus: Von den jährlich rund 50.000 Schulabgängern mit sonderpädagogischem Förderbedarf finden einer repräsentativen Unternehmensbefragung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zufolge nur etwa 3.500 einen betrieblichen Ausbildungsplatz. Gerade einmal jedes vierte ausbildungsberechtigte Unternehmen in Deutschland habe in den vergangenen fünf Jahren Erfahrungen mit Jugendlichen mit Behinderung gemacht. Immerhin: Knapp die Hälfte dieser Betriebe haben ihre Erfahrungen als durchweg positiv bewertet. Ihre Empfehlung: „Die Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderung einfacher machen und auszuprobieren.“

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Kein „Weiter so“ auf dem Ausbildungsmarkt

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit nimmt die Veröffentlichung des Berufsbildungsberichtes zum Anlass, die aktuelle Lage am Ausbildungsmarkt unter Berücksichtigung der Aussagen im Koalitionsvertrag zu bewerten und Vorschläge vorzulegen, um die Übergangsgestaltung und die Ausbildungsmöglichkeiten junger Menschen, die auf dem Ausbildungsmarkt benachteiligt sind, zu verbessern. Ziel des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit ist es, dazu beizutragen, allen Jugendlichen eine Ausbildung und den erfolgreichen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu ermöglichen. Die Jugendsozialarbeit zeigt auf, wie Jugendliche besseren Zugang zu einer Berufsausbildung bekommen und bei Bedarf darin unterstützt und begleitet werden, die Anforderungen dieser Berufsausbildung zu bewältigen.

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Analysen und Lösungsansätze zu den Passungsproblemen auf dem Ausbildungsmarkt

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) legt Analysen zu den wachsenden Passungsproblemen auf dem Ausbildungsmarkt vor: In jüngster Zeit haben sich nicht nur die ungenutzten Ausbildungsplatzangebote erhöht, sondern gleichzeitig ist die Zahl der Bewerber/-innen angestiegen, deren Ausbildungsplatzsuchende erfolglos blieb. Die Zahl der unbesetzten Plätze stieg auf 33.500. Die Zahl der erfolglos suchenden Bewerber/-innen vergrößerte sich auf 83.600. Ein Teil des wachsenden Versorgungs- und/oder Besetzungsproblems ist darauf zurückzuführen, dass sich die Relation zwischen der Zahl der betrieblichen Ausbildungsangebote und der Zahl der Nachfrager in einigen Regionen verschlechterte. Zudem wurde die öffentlich finanzierte außerbetriebliche Ausbildung abgebaut. Teilweise so stark, dass ein sinkendes betriebliches Angebot den Wegfall nicht kompensieren konnte. Hinzu kommt ein verändertes Berufswahlverhalten der Jugendlichen. Herrschen wenig nachgefragte Berufe in einer Region vor, läuft die Region Gefahr, dass Jugendlich diese verlassen. Ungeachtet einer möglichen quantitativen Versorgungsgrundlage.

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Neue Förderrunde Jobstarter – für die Zukunft ausbilden

Das Bundesinstitut für Berufsbildung veröffentlichte die Förderrichtlinie für das Programm „Jobstarter“ in der neuen ESF-Förderperiode: JOBSTARTER plus unterstützt die Ziele des Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland und ist Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung zur Stärkung der Bildungschancen und Erhöhung der Durchlässigkeit im Bildungssystem sowie Teil der BMBF-Initiative „Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“. Das Programm JOBSTARTER plus trägt durch die Förderung von Konzepten im Bereich der regionalen Strukturentwicklungen zu Fortschritten im Übergang Schule-Ausbildung bei. Es verbindet aktuelle berufsbildungspolitische Themen mit den jeweiligen regionalen Gegebenheiten und Entwicklungspotenzialen in der Wirtschaft und verfolgt eine wirtschaftsnahe Ausgestaltung der Ausbildungsstrukturförderung. Konzepte und Dienstleistungen der geförderten Projekte richten sich daher vorrangig an kleine und mittlere Unternehmen.

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Vorzeitig gelöste Ausbildunsverträge – Die Situation in Thüringen

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) legt eine regionale Auswertung zu vorzeitig gelösten Ausbildungsverträgen vor: Für Thüringen wird analysiert, wie hoch die Lösungsquote ist und welche Ursachen eine Rollen spielen. 2012 wurden in Thüringen 3.753 Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst, das waren 351 (-8,6 %) weniger als im Vorjahr. Die Lösungsquote lag bei 29,1 Prozent und damit 4,7 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt; sie war um 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Maßgeblich wird die Vertragslösungsquote von der schulischen Vorbildung der Auszubildenden beeinflusst. Auszubildende mit höheren Schulabschlüssen verzeichnen ein deutlich geringeres Lösungsrisiko als die übrigen Schulabschlussgruppen. Eine deutlich über dem Durchschnitt liegende Lösungsquote verzeichnete der Ausbildungsbereich Handwerk mit 36,4 Prozent. Vorzeitige Vertragslösungen werden vor allem durch ein schlechtes Betriebsklima und Konflikte zwischen Ausbildern und Auszubildenden verursacht werden. Darüber hinaus waren Qualitätsmängel in der Ausbildung, gesundheitliche Probleme, Kosten der Ausbildung und falsche Vorstellungen vom Beruf ausschlaggebend.

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Welchen Stellenwert räumt die duale Berufsausbildung der Inklusion ein?

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) legt eine Auswertung des BIBB Expertenmonitors 2013 vor. Befragt wurden Experten der Berufsbildung zur Umsetzung der Inklusion in der Berufsbildung. Dabei wird der Begriff Inklusion keineswegs einheitlich verstanden. In der deutschen Politik herrscht ein Inklusionsverständnis vor, dass sich vor allem auf Personen mit Behinderungen bezieht. Das Verständnis der UNSECO geht darüber hinaus und versteht Behinderung als soziale Kategorie, die alle Formen möglicher Behinderungen von sozialer Partizipation und gesellschaftlicher Teilhabe miteinbezieht. Dieses Verständnis übertragen auf die Berufsausbildung bedeutet, dass allen ausbildungsinteressierten Jugendlichen unmittelbar nach Verlassen der Schule eine vollqualifizierende Berufsausbildung angeboten werden müsste. Die befragten Experten befürworten überwiegend ein breites Inklusionsverständnis. Wobei sie grundlegende Veränderungen im Berufsbildungssystem eher skeptisch gegenüber stehen. Damit inklusive Berufsausbildung gelingt, werden in erster Linie Qualiätsverbesserungen im Bestehenden angestrebt. Die Realisierung inklusiver Berufsausbildung wird dadurch allerdings deutlich eingegrenzt.

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EU-Jugendgarantie kann nur als Ausbildungsgarantie gelingen

Bundeskabinett beschließt Plan zur Umsetzung der EU-Jugendgarantie: Allen Jugendlichen unter 25 Jahren soll innerhalb vier Monaten nach Verlassen der Schule oder Dauer von Arbeitslosigkeit ein Angebot gemacht werden. Zu solch einem Angebot zählen ein Ausbildungs- oder Praktikumsplatz, eine Arbeitsstelle oder eine Weiterbildungsmaßnahme. Diese Angebote müssen durch einen Mehrwert für den einzelnen Jugendlichen gekennzeichnet sein. Sie sollen dazu beitragen, dass man im Anschluss nicht in Arbeitslosigkeit oder Inaktivität zurückfällt. Die Bundesregierung sieht Deutschland dafür gut aufgestellt. Es gehe nun darum, die Eingliederung in Ausbildung und Arbeit strukturell weiterzuentwickeln. Anders sieht das der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit. In Deutschland gehe es weniger um die Höhe der Arbeitslosenquote, sondern vielmehr um wirksame Angebote für die große Zahl junger Menschen, die langfristig ohne qualifizierte Ausbildung zu verbleiben drohen. Nur eine Ausbildungsgarantie gewährleiste eine angemessene nationale Umsetzung der EU-Jugendgarantie. Ansonsten brauche man nicht von einer Garantie zu sprechen.

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Der Ausbildungsmarkt verändert sich – der Berufsbildungsbericht 2014

Bundesregierung legt Berufsbildungsbericht 2014 vor: Insgesamt wurden weniger Ausbildungsverträge als im Vorjahr abgeschlossen. Zugleich stieg die Anzahl unbesetzter betrieblicher Ausbildungsplätze. Betriebe finden nicht die richtigen Azubis. Ausbildungsinteressierte Jugendliche finden nicht die richtigen Stellen. Dieser Entwicklung will sich die im Koalitionsvertrag vereinbarte “Allianz für Aus- und Weiterbildung” annehmen. Die Allianz wird ergänzt durch eine neue Initiative “Chance Beruf”, mit der das Bundesbildungsministerium die duale Ausbildung stärken will. Die Attraktivität, Qualität, Gleichwertigkeit und Duchlässigkeit der beruflichen Bildung soll damit gesteigert werden. Was dieses Vorhaben konkret bedeutet, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen. Erschreckend ist, dass die Zahl an Bewerber/-innen aus der BA-Statistik über deren Verbleib keine Informationen vorliegen, zum Vorjahr kaum gesunken ist. Bei 95.622 besteht damit das Risiko, dass sie “quasi unbemerkt” aus dem Bildungssystem rausfallen.

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