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THEMA: Ausbildung

Das Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) konnte feststellen, dass die Bundesregierung falsche Zahlen zur Teilzeitberufsausbildung veröffentlichte. Insgesamt 1.173 neu abgeschlossene Teilzeit-Ausbildungsverträge in 2011, darunter angeblich 264 im Land Bremen. In Baden-Württemberg wurden angeblich 0,8 Prozent der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge...
Die Förderrichtlinie für das neue Sonderprogramm wurde zwischen Weihnachten und Neujahr im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Bund gewährt im Rahmen des Sonderprogramms ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa Leistungen zur Unterstützung einer erfolgreichen Vermittlung in betriebliche Berufsausbildung und in qualifizierte...
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) geht in einer Expertise der Frage nach, "was steckt hinter den mehr als zwei Millionen Jugendlichen ohne Berufsabschluss?": Obwohl zu Beginn des Ausbildungsjahres Anfang September von einer entspannten Lage auf dem Ausbildungsmarkt und sogar von Bewerbermangel die Rede war, sind 2,2 Mio. Menschen bis 34 Jahre ohne abgeschlossene Ausbildung. Die Zahl der jungen Ausbildungslosen liegt seit zehn Jahren konstant hoch bei rund 15 Prozent. Der Großteil der Ausbildungslosen (1,8 Mio.) verfügt über alle notwendigen Voraussetzungen, sofort eine betriebliche Ausbildung beginnen zu können. Knapp eine Million (997.000) hat einen Hauptschulabschluss. 454.000 junge Erwachsene verfügen über einen mittleren Schulabschluss. Als junge Ungelernte arbeiten 1,2 Millionen - überwiegend in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Um die Situation zu verbessern fordert der DGB die Betriebe auf, ihre "Bestenauslese" zu beenden. Zur Unterstützung sollen ausbildungsbegleitende Hilfen ausgebaut werden. Zur Stärkung der betrieblichen Ausbildung sollen Branchenfonds eingerichtet werden.
Der Hauptausschuss des Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat zum Entwurf des Berufsbildungsberichts Stellung genommen. Der Entwurf wurde begrüßt. Gegenstand der Beratung war der vom Bundesministerium herausgegebene politische Teil. Dieser wird ergänzt durch einen Datenreport, den das BIBB herausgibt. Der Berufsbildungsbericht 2012 wird im April im Bundeskabinett beraten und danach veröffentlicht. Die einzelnen Gruppen im Hauptausschuss (Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Länder) haben ausführliche Voten abgegeben. Die Arbeitgeber bewerten die gestiegene Zahl von Ausbildungsverträgen sehr positiv. Der Zuwachs an betrieblichen Ausbildungsverträgen betrüge sogar 4 Prozent. Das zeige, angesichts des demografischen Wandels, dass es gelungen sei, mehr Lernschwächere Jugendliche und Altbewerber in Ausbildung zu vermitteln. Die Zahl der Bewerber ging nämlich um 2,5 Prozent zurück. Die Arbeitnehmervertreter hingegen sehen die Lage nicht so positiv. Sie finden die Lage auf dem Ausbildungsmarkt nach wie vor enttäuschend. Als besondere Herausforderung benennen sie die wachsenden regionalen Ungleichgewichte, so wie die erheblichen branchenspezifischen Unterschiede im Hinblick auf Ausbildung.
Autor Michael Cremers legt mit seinem umfassenden Werk eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse neuer Daten und Studienergebnisse zu den Themen Schule, duale und vollzeitschulische Ausbildung, Arbeitsmarkt, Männlichkeitsvorstellungen sowie Möglichkeiten der geschlechtsbezogenen Pädagogik vor. Die hier ebenfalls vorgestellten Ergebnisse von 'Neue Wege für Jungs' machen dabei Mut, denn sie zeigen eines ganz deutlich: Jungen sind offen für neue Lebensentwürfe und Rollenmuster.
Dennoch ist viel zu tun. Der "Männlichkeitsdruck" ist in der Schule scheinbar besonders hoch. Das Engagement für gute Leistungen gilt als unmännlich. Ebenso berufliches Interesse von Jungen für frauentypische Berufe. Jugendliche achten bei der Berufswahl nicht nur auf die Tätigkeit und deren Inhalte, sondern vor allem wie die Peergroup auf den jeweiligen Beruf reagiert. Eine geschlechtsuntypische Berufswahl bedeutet in der Regel einen Verlust in der Außendarstellung. Dabei gehen Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in traditionell männlich dominierten Sektoren kontinuierlich zurück um zur Gleichberechtigung der Geschlechter beizutragen ist die Aufwertung weiblich konnotierter Kompetenzen sowohl bei Jungen und Mädchen unerläßlich. Dabei handelt es sich um eine gesamt gesellschaftliche Aufgabe.
Bundesministerium für Bildung und Forschung legt im Kontext seiner Berufsbildungsforschung einen Bericht über die Zugangswege junger Menschen mit Behinderung in Ausbildung vor: Die amtlichen Statistiken lassen allerdings nur bedingt Analysen der Wege junger Menschen in das Maßnahme- , Ausbildungs- und Arbeitssystem zu. Jugendliche selber haben die Erfahrungen gemacht, dass sie aufgrund von behinderungsbedingten Einschränkungen im Auswahlverfahren unterlegen waren, obwohl sie sich selber als fachlich gleichwertig einschätzten. Vor allem Großunternehmen sind kaum bereit ihre Zugangsvoraussetzungen an die Bedürfnisse der Betroffenen anzupassen. Kleinere Betriebe sind scheinbar flexibler in der Anwendung von Kriterien, die über die Vergabe von Ausbildungsplätzen entscheiden. Förderungen aus öffentlicher Hand sind ein tragendes Element der Ausbildung und Beschäftigung junger Menschen mit Behinderung.
Neue Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) beleuchtet die Ausbildungsmarktsituation für junge Migranten: Trotz der aktuellen, besseren Ausbildungsmarktsituation ist die Suche nach einem Ausbildungsplatz für junge Menschen aus Familien mit einer Migrationsgeschichte nach wie vor sehr schwierig. Ein Grund dafür ist, dass sie bei Verlassen der allgemeinbildenden Schule im Vergleich zu Jugendlichen ohne Migrationshintergrund über niedrigere schulische Qualifikationen verfügen, was ihre Aussichten auf eine Ausbildungsstelle schmälert. Allerdings ist der Personenkreis der jungen Migrantinnen und Migranten sehr heterogen. Sie unterscheiden sich z. B. nach ethnischer Herkunft, Aufenthaltsdauer in Deutschland und rechtlichem Status. So ist es insbesondere für Jugendliche, deren Familien aus der Türkei oder arabischen Staaten stammen, deutlich schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden, als für Jugendliche anderer Herkunftsregionen - auch wenn sie über die gleichen Schulabschlüsse verfügen.
Der Verband der Kolpinghäuser begrüßt die positive Entwicklung am Ausbildungsmarkt. In der aktuellen Erhebung des Bundesinstitutes für Berufliche Bildung (BIBB) ist ein erfreulicher Anstieg um 4% der betrieblichen Ausbildungsverträge zu verzeichnen. Insgesamt wurden 570.140 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Auf der anderen Seite war es für die Betriebe so schwierig, wie...
DGB-Ausbildungsreport 2010 offenbart: harte Arbeit, permanent Überstunden und oftmals ein rauer Umgangston belasten Azubis und vermitteln ihnen den Eindruck als billige Arbeitskraft ausgenutzt zu werden. Lehrling Arno hat 150 Überstunden angesammelt, Azubi Robert bekommt mittlerweile seit 3 Monaten kein Gehalt mehr und die angehende Tierarzthelferin Sabine muss während ihrer Arbeitszeit den Hof fegen. Mehr als 1.200 solcher Fälle wurden in diesem Jahr bereits beim DGB bearbeitet. Für die Studie wurden mehr als 7.000 Jugendliche zu ihren Ausbildungserfahrungen befragt.

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