Schlagwort: Hartz IV

Leitfaden Sozialhilfe von A-Z

Die grundlegend überarbeitete Neuauflage des bekannten “Standardwerks für Arbeitslosengeld II-Empfänger” ist erschienen. Er stellt zugleich mit den Regelungen des Arbeitslosengelds II auch die Regelungen der

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Abgänge aus der Grundsicherung – Hemmnisse abbauen

Leistungsbezieher/-innen von Hartz IV sollen ihre Hilfebedürftigkeit überwinden, indem sie eine bedarfsorientierte Beschäftigung aufnehmen. Für die Vermittlung in eine solche Beschäftigung sollen sie Hilfe vom Jobcenter erhalten. In der Praxis jedoch zeigen sich zahlreiche Hemmnisse. Etwa der lange Leistungsbezug, fehlende Schul- und Ausbbildungsabschlüsse, mangelnde Deutschkenntnisse, Mutterschaft und weiteres verringern die Übergangschancen in eine bedarfsdeckende Beschäftigung erheblich. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat untersucht, welche Bedeutung solch individuelle Hemmnisse Haben und wie sich deren Beseitigung auswirkt. Mit jedem Hemmnis verringern sich die Abgangschancen aus dem Leistungsbezug um die Hälfte. Können diese abgebaut werden, verbessern sich die Chancen eine entsprechende Beschäftigung aufnehmen zu können erheblich.

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Immer mehr Kinder und Jugendliche leben von Hartz IV

Amtliche Statistiken zeigen, dass Kinder und Jugendliche im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen öfter auf den Bezug von Sozialleistungen angewiesen sind und häufiger in einkommensarmen Haushalten leben. Und das trotz einer florierenden Wirtschaft in Deutschland. Fast zwei Millionen Jugen und Mädchen wachsen in Familien auf, die von Hartz IV leben, teilte die Bertelsmann Stiftung und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit. Das Aufwachsen in Armut bleibt nicht ohne negative Konsequenzen für weitere Lebensbereiche. Arme Kinder haben schlechtere Bildungschancen und weisen eine geringere soziale Teilhabe auf. Besonders betroffen von Armut seien Jungen und Mädchen in Familien mit einem alleinerziehenden Elternteil oder mit mehr als zwei Kindern. Von allen Kindern in staatlicher Grundsicherung lebte im vergangenen Jahr jedes zweite (50 Prozent) bei einem alleinerziehenden Elternteil und etwa jedes dritte (36 Prozent) in Familien mit drei und mehr Kindern. Die Bertelsmann Stiftung forderte eine Reform der Grundsicherung für Kinder. Die Unterstützung in Deutschland müsse komplett neu gedacht werden und sich am tatsächlichen Bedarf von Kindern und Jugendlichen orientieren, sagte der Stiftungsvorstand Jörg Dräger. Das Deutsche Kinderhilfswerk sieht die Studienergebnisse als Weckruf für die Bundesregierung.” Um die Kinderarmut in Deutschland zu bekämpfen, brauchen wir neben armutsfesten Hartz IV-Regelsätzen eine Beschäftigungspolitik, die Eltern in die Lage versetzt, durch eigene Erwerbstätigkeit sich und ihren Kindern eine ausreichende finanzielle Lebensgrundlage zu bieten. Zudem haben Bund, Länder und Kommunen gemeinsam dafür zu sorgen, dass Einrichtungen für Kinder und Jugendliche so ausgestattet werden, dass sie deren Entwicklung zu eigenständigen Persönlichkeiten bestmöglich fördern können. Ein gesundes Aufwachsen sollte für alle eine Selbstverständlichkeit sein”, findet Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks. KInder und Jugendliche aus armen Verhältnissen sind sozial häufiger isoliert, gesundheitlich beeinträchtigt und in ihrer gesamten Bildungsbiografie belasteter als solche aus gesicherten Einkommensverhältnissen.

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SGB II-Novelle beschlossen

Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf zur Rechtsvereinfachung im SGB II beschlossen. Beratungen des Ausschuss für Arbeit und Soziales waren vorher gegangen. Der Außschuss hatte für den Gesetzentwurf der Bundesregierung vortiert. Allerdings in geänderter Fassung. Für die Beschlussfassung waren die Stimmen der Unionsfraktion und der SPD-Fraktion maßgeblich. Die Opposition übte deutlich Kritik. Die Grünen kritisieren die Hartz-IV-Novelle als “Etikettenschwindel”. Vor allem wird bemängelt, dass es keine einheitlichen Regeln für Sanktionen gibt. Dies fordern neben der Opposition auch die Länder, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände und die Bundesagentur für Arbeit. Die sogenannte “Rechtsvereinfachung” sei keine Vereinfachung, sondern eine Verschärfung für die Betroffenen und würde auch die Jobcenter nicht von Bürokratie entlasten, stellen vor allem Erwerbsloseninitiativen klar.

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