Schlagwort: Chancengerechtigkeit

Gemeinsames Sozialwort der Jugend

Als Antwort der Jugend auf die Sozialinitiative der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland im Jahr 2014 legen die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ein gemeinsames Sozialwort der Jugend vor. Unter dem Leitgedanken „… damit die Welt zusammen hält“ positionieren sich die beiden großen kirchlichen Jugendverbände mit dem Sozialwort im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 zu aktuellen politischen Fragen. Sie entwickeln zugleich ‐ vor dem Hintergrund christlicher Werte ‐ visionäre Ideen für die Themenfelder: Teilhabe und Freiheit, Sozialwelt, Eine gemeinsame Welt und die weltweite Friedensordnung, Europa, Umwelt und Nachhaltigkeit, Arbeitswelt, Bildung, Medien und Vielfalt – all das, was unsere Welt zusammen hält. Damit die Forderungen aus dem gemeinsamen Sozialwort der Jugend von möglichst vielen Menschen verstanden und nachvollzogen werden können, sind sie auch in einfacher Sprache erschienen. Eine Arbeitshilfe zum Sozialwort, die Kinder‐ und Jugendgruppen aber auch Schulklassen mit praktischen Beispielen, Gruppenstundenentwürfen und Materialien in ihrer Arbeit zum Thema unterstützen will, wurde auch veröffentlicht.

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Chancengerechtigkeit ist keine Realität

Bildungschancen für Schüler in Deutschland sind besser geworden, variieren jedoch stark nach Bundesland. Die Unterschiede sind teilweise groß und wachsen weiter. Zu diesem Ergebnis kommt der neue “Chancenspiegel”, den die Bertelsmann Stiftung zusammen mit der Technischen Universität Dortmund und der Friedrich-Schiller-Universität Jena veröffentlichte. Negative Tendenzen beschreibt der Bericht bei der Zahl der Schulabbrecher mit ausländischen Wurzeln und bei Schülern mit Förderbedarf. Die Chancen benachteiligter Schüler haben sich laut Bericht ebenfalls verbessert, blieben aber eine Herausforderung. Neuntklässler aus sozio-ökonomisch schwächeren Haushalten lägen in ihrer Lesekompetenz weiterhin rund zwei Schuljahre hinter ihren Klassenkameraden aus privilegierteren Haushalten zurück. Der “Chancenspiegel” analysiert, wie gerecht und leistungsstark das jeweilige Schulsystem der Bundesländer ist. Bildungsforscher vergleichen dafür die Durchlässigkeit der Schulsysteme sowie die Möglichkeiten der Schüler, sich gut ins Schulsystem zu integrieren, fachliche Kompetenzen zu entwickeln und gute Abschlüsse zu erhalten. Der aktuelle Chancenspiegel zieht eine Bilanz für die Jahre 2002 bis 2014. Die Untersuchung macht unmissverständlich klar, von vergleichbaren Kompetenzen und Chancen kann über die sechzehn Bundesländer hinweg keine Rede sein.

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Allen jungen Menschen Teilhabe ermöglichen – Grundlagenpapier der BAG KJS zum Bundestagswahljahr

Ein wesentliches Ziel der Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft ist es, allen jungen Menschen Teilhabe zu ermöglichen und Jugendarmut zu verhindern. Jugendliche ohne Schulabschluss oder Berufsausbildung sind von Arbeitslosigkeit und Armut und damit von Wohnungslosigkeit besonders bedroht. Der beste Schutz gegen Armut ist ein existenzsicherndes Einkommen, welches gerade in Deutschland wesentlich vom Bildungsniveau abhängig ist. Doch im Bildungssystem gehen Jugendliche aus sozial schwachem Umfeld oder mit Migrationshintergrund noch immer viel zu oft verloren und sind von Teilhabe ausgeschlossen. Aus Sicht der Jugendsozialarbeit steht das Festhalten an dem verschärften Sanktionsrecht für junge Menschen im SGB II einer zentralen Zielsetzung der gerade beschlossenen SGB II-Reform entgegen. Denn mit dem neuen § 16h SGB II sollen insbesondere Jugendliche mit besonderen Problemlagen besser erreicht werden. Eine gute Ausbildung und die Aussicht auf ein existenzsicherndes Einkommen sind Grundvoraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe. Daher fordert die BAG KJS, das Recht auf einen Ausbildungsplatz mit einem anerkannten Ausbildungsabschluss gesetzlich zu verankern. Diese Ausbildungsgarantie soll für alle in Deutschland lebenden jungen Menschen gelten.

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Jugendliche zweifeln Chancengleichheit im Bildungssystem an

Dasss das deutsche Bildungssystem allen jungen Menschen gleiche Chancen eröffnet, zweifeln Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 un 21 Jahren an. Ein repräsentative Umfrage im Auftrag von Stifterverband, SOS-Kinderdörfer weltweit und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) bestätigte das. Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt nicht an Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem (52 Prozent). Dabei variieren die Einschätzungen deutlich. Besonders jüngere Befragte mit geringerem Bildungsgrad zeigen sich weniger skeptisch. So schätzen mehr als zwei Drittel der Haupt- und Realschüler die Bildungschancen aller als gleich ein. Aus Sicht der Jugendlichen beeinflussen die eigene Motivation (92 Prozent), die Zuwendung und Unterstützung der Eltern (88 Prozent) sowie die Qualität der Schule und Lehrer (87 Prozent), die Bildungschancen entscheidend. Dass die Herkunft einen großen Einfluss hat, glauben hingegen nur 31 Prozent der Befragten.

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