Schlagwort: Chancengerechtigkeit

Caritas fordert Obdachlosengipfel

Die Caritas hat die Bundesregierung aufgefordert, sich der zunehmenden Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Deutschland anzunehmen. Dazu müsse es einen Gipfel gegen Wohnungslosigkeit im Kanzleramt geben,

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Wirtschaftspolitische Vorschläge für eine reduzierte Ungleichheit

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) spricht sich für höhere Grundsätze für Reiche und Unternehmen aus. Anlass ist die Ungleichheit und die von ihr ausgehende Gefahr: “Zuviel Ungleichheit belastet den gesellschaftspolitischen Zusammenhalt,” warnt IMK-Direktor Gustav Horn. In einem IMK-Report wird das Phänomen der Ungleichheit erläutert und konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, um der sozialen Spaltung entgegenzuwirken. Der IMK Report versucht drei Zielsetzungen auf dem Weg zu mehr Gleichheit gerecht zu werden: Armut vermeiden, die ökonomische Mitte stärken und ökonomisch Starke mehr beteiligen. In der Folge werden sowohl kurzfristig umsetzbare Vorschläge gemacht als auch Hinweise für perspektivisch anzugehende, tiefer greifende Änderungen gegeben. Um Armut konkret zu bekämpfen, fordern die Wissenschaftler eine schnellere Erhöhung des Mindestlohns und mehr Unterstützung für Langzeitarbeitslose. Dazu zählt auch eine “angemessene Höhe” des Hartz-IV-Regelsatzes. Der derzeitige Anpassungsmodus enthalte einen “Automatismus zu mehr Ungleichheit”.

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Aufruf für mehr soziale Gerechtigkeit

Die Veranstalter des Armutskongresses sehen Deutschland als ein gespaltenes Land. Jede und jeder Sechste ist von Armut und Ausgrenzung betroffen, während sich ein kleiner Teil der Gesellschaft finanziell immer weiter absetzt. Sie beklagen, dass das gesellschaftliche Gesamtvermögen zunehmend zulasten der Schwachen und zugunsten der Reichen verteilt wird. Den politischen Entscheidungsträgern wird fehlender Mut vorgeworfen, sich mit den Topverdienenden und Besitzenden großer Vermögen anzulegen. Dringend notwendige soziale Strukturveränderungen würden nicht entschlossen genug angegangen. Es fehle der Wille, Geld für eine offensive Sozialpolitik in die Hand zu nehmen. Eine Vielzahl von Verbänden hat sich daher zu einem gemeinsamen Aufruf entschlossen: Umsteuern: Armut stoppen – Zukunft schaffen Für sie ist die soziale Schieflage in Deutschland ist nicht hinnehmbar. Soziale Ungleichheit beeinflusst die gesellschaftlichen Entscheidungsprozesse und gefährdet die Demokratie. Daher fordern sie eine starke Sozialpolitik, eine Infrastruktur, die allen offen steht und den Mut, Reichtum dahin umzuverteilen, wo er dringend benötigt wird.

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Bei der Arbeitsvermittlung in Deutschland bestehen teils gravierende Diskriminierungsrisiken. Das geht aus dem gemeinsamen Bericht an den Deutschen Bundestag hervor, den die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und mit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen vorgestellt hat. Jobcenter und Arbeitsagenturen gewähren nicht allen Erwerbslosen die gleiche Unterstützung. Zu diesem Schluss kommt der neue Bericht über Diskriminierung in Deutschland. Hauptgrund sind dem Bericht zufolge behördliche Verfahrensweisen wie beispielweise das Kennzahlensystem der Jobcenter. Es führe dazu, dass die Vermittler Erwerbslose vernachlässigten, die besonders viel Unterstützung und Beratung bräuchten. Die Kennzahlen geben Auskunft darüber, wie erfolgreich ein Jobcenter Erwerbslose in Arbeit vermittelt. Der Bericht über Diskriminierung in Deutschland richtet sich an den Bundestag und umfasst alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Die Antidiskriminierungsstelle legt alle vier Jahre gemeinsam mit den zuständigen Beauftragten der Bundesregierung eine solche Bilanz vor.

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Digitalisierung der Arbeitswelt: Sind Ungelernte die Verlierer?

Die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet unaufhaltsam voran. Unklar ist aber, wie sich die zunehmende Digitalisierung auf die Beschäftigung in Deutschland auswirken wird. Gibt es eher Beschäftigungsverluste oder Zuwächse? Wie verteilen sich auftretende Verluste und Zuwächse auf unterschiedliche Gruppen oder Wirtschaftsbereiche? Profitieren hochqualifizierte Beschäftigte zwangsläufig von der Digitalisierung und sind ungelernte Beschäftigte immer auf der Verliererseite? Wenig bekannt ist, wie sich die Investitionen auf die Höhe und Struktur der Beschäftigung in den betroffenen Betrieben auswirken. Eine neue Datenbasis liefert nun erstmals belastbare Ergebnisse und Antworten auf diese Frage. Sie entstand aus der Verlinkung der Arbeitswelt-4.0-Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung(IAB) und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mit der Beschäftigten-Historik (BeH) des IAB.

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Wieder schlechtere Ausbildungschancen für junge Migranten

Die Suche nach einem Ausbildungsplatz ist für junge Migrantinnen und Migranten in den Jahren 2004 bis 2016 deutlich weniger erfolgreich gewesen als für Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Nur 29% der Ausbildungsstellenbewerber/-innen mit Migrationshintergrund sind 2016 in eine duale Berufsausbildung eingemündet, gegenüber 47% der Bewerber/-innen ohne Migrationshintergrund. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Ursula Beicht weist in einem entsprechenden Fachbeitrag im Internet darauf hin, dass es nach Herkunftsregion der jungen Bewerber/-innen nochmals große Unterschiede gibt. Insbesondere für Jugendliche, deren Familien aus der Türkei oder arabischen Staaten stammen, ist es schwer, eine Ausbildungsstelle zu finden. Im Jahr 2016 mündeten nur 22% der Bewerber/-innen türkisch-arabischer Herkunft in eine duale Ausbildung ein. Demgegenüber waren 30% der Jugendlichen mit Herkunft aus osteuropäischen Staaten beziehungsweise der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) und 27% derjenigen mit südeuropäischer Herkunft bei der Ausbildungssuche erfolgreich.

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