Digitalisierung: Beim Einkommen geht eine digitale Schere auf

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Share on pocket
Share on telegram

Die Corona-Pandemie hat Digitalangeboten in den Bereichen Arbeit, Bildung, Verwaltung und Gesundheit einen erheblichen Schub gegeben. Noch immer ist aber rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung digital abgehängt, wie eine noch unveröffentlichte Studie der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) ergab. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete, dass diese digital abgehängten Menschen keine amtlichen Dokumente online ausfüllen, nicht an Videokonferenzen vom Homeoffice aus teilnehmen und ihren Arzt auch nicht über das Internet kontaktieren. Zu dieser Gruppe zählen in erster Linie Menschen mit einem Einkommen unter 1.500 Euro im Monat.

Ausbau des Glasfasernetzes ist kein Allheilmittel

Nur jede vierte Person mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3.000 im Monat nutzt keine digitalen Angebote. Unter denjenigen, die weniger als 1.500 Euro zur Verfügung haben, ist es dagegen jede zweite Person. Viele der Geringverdienenden fallen in die Gruppe der sogenannten „Ängstlichen“. Sie befürchten, im Internet etwas falsch zu machen oder Hackern und Computerviren zum Opfer zu fallen. Um diese Gruppe zu Digitalnutzer*innen zu machen, brauche es ganz andere Dinge als den Ausbau des Glasfasernetzes, folgert BCG-Senior Partner Olaf Rehse. Dazu zählen: Weniger Fachbegriffe auf Internetseiten, persönliche, telefonische Hilfestellung, Aufklärung über die Gefahr von Viren. Rehse regte zudem an, Kindern aus finanziell schlechter gestellten Familien mehr Angebote zu machen, damit sie digital nicht abgehängt werden. 

 Quelle: FAZ; edp 

Ähnliche Artikel

Skip to content