Autor: Silke Starke-Uekermann

Junge „Fluchtmigranten“ betrieblich ausbilden

Um weitere Fachkräftereserven zu erschließen, öffnet Deutschland den Arbeitsmarkt zunehmend für bislang ausgeschlossene Flüchtlingsgruppen. So wird auch das Potenzial von jungen Geduldeten für Betriebe besser nutzbar. Seit die Vorrangprüfung 2009 weggefallen ist, haben Geduldete bessere Chancen auf eine duale Ausbildung. Finanziell kann ihre Ausbildung nun eher gefördert werden. Mit erfolgreichem Abschluss und qualifizierter Beschäftigung können sie leichter eine Aufenthaltserlaubnis bekommen und sich ein Leben in Deutschland aufbauen.
Das qualitativ-explorative Forschungsprojekt des IAB untersucht die Umsetzung dieses Politikwechsels. Rechtliche Hürden bestehen insbesondere mit Blick auf Beschäftigungserlaubnisse und Duldungsdauern immer noch. Hinzu kommt, dass Ausländerbehörden als rechtliche Schlüsselinstitutionen vor Ort teils verschieden handeln. Auch bei Arbeitsagenturen und berufsschulischen Angeboten zeigen sich Unterschiede.

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Liberale wollen das Arbeitsverbot für Asylbewerber abschaffen

Für die Freien Demokraten kommt es nicht darauf an, woher jemand kommt, sondern wohin jemand mit ihnen und Deutschland will. Nach Auffassung der FDP ist Deutschland schon lange ein Einwanderungsland. Damit die Integration gelingt und die Migration zeitgemäß gesteuert wird, will die FDP ein Einwanderungsgesetz vorschlagen. In ihrem Konzept dazu fordert sie ein Punktesystem nach kanadischem Vorbild, die Abschaffung des Arbeitsverbots für Asylbewerber und eine verbesserte Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse.

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