Autor: Silke Starke-Uekermann

Neues Bundesprogramm „Demokratie leben.“

Das neue Bundesprogramm „Demokratie leben. Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ soll zum 1. Januar 2015 starten und bis 2019 laufen. Auf Basis des Abschlussberichtes zum NSU-Untersuchungsausschuss, der Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU und SPD und den Erfahrungen und Evaluierungen der bisherigen Bundesprogramme soll es ein großzügig ausgestattetes Programm geben. Die Fördersumme ist um 30,5 Millionen Euro geplant. Das Programm sieht verschiedene Schwerpunkte vor, wozu auch die bundesweite Förderung lokaler Partnerschaften für Demokratie zählt. Die erfolgreiche Arbeit der Lokalen Aktionspläne (LAP) soll ausgebaut und die Anzahl erhöht werden. Das Interessensbekundungsverfahren startet am 30. September 2014.

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Änderungen in der Sanktionspraxis angestrebt

Junge Hartz-IV-Empfänger werden besonders hart sanktioniert. Bereits bei geringen Verstößen streicht das Jobcenter alle finanziellen Leistungen. Sogar Kosten der Unterkunft und Heizung können gestrichen werden. Das Abrutschen in die Wohnungslosigkeit droht. Bundearbeitsministerin Andrea Nahles will das jetzt entschärfen. Der Koalitionsvertrag verspricht, die Sanktionsregeln für unter 25-Jährige zu überprüfen. Dieses Versprechen will Nahles einlösen. Das von ihr geführte Bundearbeitsminitserium hat ein Konzept „zur Weiterentwicklung des Sanktionsrechts“ entwickelt.

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Unternehmen steigern Ausbildungsangebot in Engpassberufen

Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung veröffentlichte eine Studie zur Steigerung des Ausbildungsangebotes in Engpassberufen: Die Unternehmen in Deutschland reagieren auf Fachkräfteengpässe in zahlreichen Berufen mit einem höheren Ausbildungsangebot. Auch die Jugendlichen ziehen Konsequenzen aus den Engpasssignalen des Arbeitsmarktes. Unternehmen haben in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren ihr Ausbildungsangebot in Berufen mit Fachkräfteengpässen um knapp 22.000 Plätze erhöht.

Auch die Jugendlichen selbst ziehen verstärkt Konsequenzen aus den Engpasssignalen des Arbeitsmarktes: In 32 von 49 dual ausgebildeten Engpassberufen haben sich die Bewerberzahlen erhöht. Die Studie spricht sich unter anderem für eine noch intensivere Beratung bei der Berufsorientierung aus. So könnten Jugendliche noch besser in die Lage versetzt werden, die Arbeitsmarktchancen von Ausbildungsberufen zu beurteilen.

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