Bild: Gesa - Mohammed H. während der Ausbildung

Der Koalitionsvertrag verspricht, den Ausbildungspakt gemeinsam mit den Sozialpartnern und den Ländern zur ,Allianz für Aus- und Weiterbildung‘ weiterzuentwickeln. Die Große Koalition zielt in der „Allianz“ darauf ab, die Ausbildungsgarantie umzusetzen, Warteschleifen abzubauen und die Qualität zu erhöhen. Der DGB hat eine konkrete Vorstellung, wie die Ausbildungsgarantie umzusetzen ist.

Dazu benennt er fünf Pfade:

  • Erstens: Mehr betriebliche Ausbildung. Der wichtigste Pfad. Für die Zunahme betrieblicher Ausbildungsplätze soll es verbindliche Zahlen geben.
  • Zweitens: “Assistierte Ausbildung”. Sie zielt in erster Linie auf kleine Betriebe, von denen viele nicht mehr ausbilden. Diese Betriebe sollen von einem Bildungsträger Unterstützung bekommen – bei der Auswahl der Azubis, beim Ausbildungsplan usw. – bundesweit und flächendeckend.
  • Drittens: Einstiegsqualifizierung. Für Jugendliche mit schlechteren Startchancen existiert sie schon. Hier soll es verbindliche Regelungen für die Übernahme in Ausbildung geben.
  • Viertens: Kooperative außerbetriebliche Ausbildung. Die Sozialpartner vor Ort entscheiden, ob und in welchen Berufen eine außerbetriebliche Ausbildung im ersten Jahr mit anschließendem Übergang in einen Betrieb organisiert werden muss.
  • Fünftens: Außerbetriebliche Ausbildung bis zum Abschluss. Nur dann, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, sollte man die reine außerbetriebliche Ausbildung bis zum Abschluss anbieten.

Sich auf konkrete Zahlen festzulegen, ist für den DGB unverzichtbar. Ohne definierte und überprüfbare Zielmarke geht es nicht. Dafür will sich Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, stark machen. Sie führt für die Gewerkschaften die Verhandlungen zur Gründung einer „Allianz für Aus- und Weiterbildung“.

Quelle: GEW; DGB