Autor: Silke Starke-Uekermann

Bildungsort Jugendsozialarbeit

Wie möchten Jugendliche ihr Leben gestalten und welche Anliegen haben sie? Jugendliche sind Expertinnen und Experten in eigener Sache. Welche fachlichen Anforderungen sich daraus für die Jugendsozialarbeit ergeben, zeigt das Papier „Bildungsort Jugendsozialarbeit – zum Bildungsverständnis der Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft“ auf. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. beschreibt darin pädagogische Standards und skizziert Rahmenbedingungen, um Jugendliche so fördern zu können, wie sie es wirklich benötigen. Dazu tritt sie für eine Überwindung der Systemgrenzen ein. Die Struktur der Maßnahmeförderung sei zu Gunsten einer individuellen bedarfsorientierten Förderung aufzugeben. Benötigt werden zudem mehr Angebote der Jugendhilfe selbst sowie mehr gemeinsame Angebote von Jobcenter, Arbeitsagentur und Jugendhilfe.

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ausBildung: Jugend braucht Perspektive

„Gute Bildung ist der Schlüssel für eine ganzheitliche Teilhabe am Leben. Diese Teilhabe für alle jungen Menschen zu ermöglichen, ist aus christlicher Sicht nicht nur eine zentrale Forderung der Jugendsozialarbeit, sondern auch eine Herausforderung.“ Mit dieser Forderung eröffnete der katholische Jugendbischof Karl-Heinz Wiesemann den bundesweiten Josefstag am 12. März 2015 in Erfurt. Zum Start des Aktionstages für benachteiligte Jugendliche wirbt der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz gemeinsam mit Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow für einen Perspektivwechsel hin auf die Fähigkeiten der Jugendlichen – vor allem bei den Jugendlichen, die vermeintlich aus dem Raster fallen, weil sie sich mit dem formalen Bildungssystem schwer tun.

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