Autor: Silke Starke-Uekermann

Längerer Bezug von Arbeitslosengeld

Die SPD hat ihre Vorschläge für Verbesserungen für Arbeitslose konkretisiert. Der Parteivorstand beschloss ein Konzept, das eine längere Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld I für die Weiterqualifizierung vorsieht. Unter dem Titel „Arbeitslosengeld Q“ soll es Arbeitslosen egal welchen Alters ermöglichen, sich weiterzubilden, wenn die bisherige Qualifikation am Arbeitsmarkt nicht gefragt ist. Ebenfalls eine längere Bezugsdauer von Arbeitslosengeld wollen die Linken. In einem Antrag fordern sie auch den Kreis der Anspruchsberechtigten zu erweitern. Die bestehende maximale Anspruchsdauer beim Arbeitslosengeld I (ALG I) werde den Bedürfnissen der Arbeitslosen nicht gerecht, kritisiert Die Linke.

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Der deutsche Arbeitsmarkt im Faktencheck: BDA versus DGB

Unter dem Titel »Fakten statt Zerrbilder. Die Realität auf dem deutschen Arbeitsmarkt« veröffentlicht die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) im Januar 2017 eine Broschüre. Die Realität am Arbeitsmarkt sollte abgebildet werden. Deutschland geht es gut, der Arbeitsmarkt brummt, die Agenda 2010 war erfolgreich, es gibt keine Probleme für die Arbeitnehmer/innen – das waren die Botschaften der Arbeitgeber. Doch für den DGB ist das nur ein Ausschnitt des deutschen Arbeitsmarktes. Was auch zur Wahrheit gehört: Es gibt bei guter Konjunktur viele Menschen, die trotz Arbeit so wenig verdienen, dass sie kaum über die Runden kommen. Menschen, deren Arbeitsplatz unsicher ist, die sich von einer Befristung zur nächsten hangeln, die nur einen Minijob finden oder einen Zweitjob benötigen, weil sie nur Teilzeit arbeiten können oder als Leiharbeiter/innen immer wieder entlassen und dann neu angestellt werden. Das Ergebnis der Agenda ist die soziale Spaltung der Gesellschaft. Deshalb sei es höchste Zeit umzusteuern. Der DGB unterzieht die Situation auf dem Arbeitsmarkt einem Faktencheck.

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Kinderkommission des Deutschen Bundestages besorgt über Kinder- und Jugendarmut

Die Kommission zur Wahrung der Belange der Kinder (Kinderkommission) des Deutschen Bundestages äußerte sich besorgt über die auf hohem Niveau stagnierende Kinderarmut. In einer Stellungnahme stellt die Kommission heraus, dass in Deutschland rund 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche in Armut leben oder von Armut bedroht sind. 20 Prozent aller unter 18-Jährigen sind damit in Deutschland arm oder armutsgefährdet. In Ostdeutschland nimmt die Armutsquote junger Menschen zwar ab, aber dennoch sind Kinder, die in Ostdeutschland aufwachsen stärker von Armut betroffen als Kinder in westdeutschen Bundesländern. In Ostdeutschland sank die Armutsquote für unter 18-Jährige von 29 Prozent (2005) auf 24,6 Prozent (2014). In bestimmten Regionen Westdeutschlands steigt die Armutsgefährdungsquote junger Menschen dafür an. In NRW stieg die Quote von 20,4 Prozent (2005) auf 23,6 Prozent (2014) an. Laut Kinderkommission sind besonders Kinder von Aleinerziehenden betroffen. Die Kinderkommission gibt 10 Empfehlungen raus, um Kinderarmut und ihre Folgen zu bekämpfen.

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Medienkompetenz in der Berufsausbildung

Über welche Medienkompetenz verfügen heute Schulabsolventinnen und -absolventen? Welche Kompetenz benötigen sie, um nach Abschluss einer Ausbildung selbstständig und zielorientiert mit Medien arbeiten zu können – in einer zunehmend durch Digitalisierung und Vernetzung geprägten Berufswelt? Diese Fragen hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) aufgegriffen und versucht diese zu beantworten. Das BIBB legte Ergebnisse des Forschungsprojekts „Medien anwenden und produzieren – Entwicklung von Medienkompetenz in der Berufsausbildung“ vor. Die Anforderungen in verschiedenen Berufen und Berufsgruppen sind sehr unterschiedlich. Einheitliche Vorgaben für alle Berufe sind nicht sinnvoll. Stattdessen wäre zu prüfen, ob und welche Aspekte von Medienkompetenz in die jeweilige Ausbildungsordnung aufgenommen werden sollten. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde hierzu eine Checkliste entwickelt. Die BIBB-Studie entwickelt darüber hinaus Empfehlungen für die Medienkompetenzbildung in Schulen und Betrieben: Von Schulen wird nicht erwartet, dass sie technisch immer auf dem neuesten Stand sind. Wichtiger ist, analoge und digitale Medien praxisorientiert und in inhaltlich sinnvollen Zusammenhängen einzusetzen. Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Internet und Social Media-Angeboten ist zu thematisieren. Dabei sind auch Grenzen und Risiken der Mediennutzung aufzuzeigen. Der Umgang mit Medien sollte in den Schulen nicht verpflichtend in einem eigenständigen Unterrichtsfach wie Medienkunde oder Informatik vermittelt werden, sondern aufgabenbezogen in die einzelnen Fächer eingebunden werden.

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