Autor: Silke Starke-Uekermann

Armut in Deutschland: Jugendliche sind besonders betroffen.

„Armut als Realität im Leben von Jugendlichen wird in Deutschland kaum wahrgenommen“, sagt Gretel Wildt (Vorstand BAG EJSA) am Rande der Mitgliederversammlung der BAG EJSA in Dresden. Wird Jugendarmut wahrgenommen, so geschieht dies oft unter besonderen Bewertungen. Sie wird mit Begriffen wie selbst verschuldet und damit durch den Willen des Einzelnen veränderbar beschrieben. Oder sie wird als vorübergehend und damit durch den Faktor Zeit überwindbar dargestellt. Dieser Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, stellt die BAG EJSA ihre fachliche Einschätzung gegenüber: Jugendarmut ist kein privates Defizit oder persönliches Verschulden. In ihrem Forderungspapier „JugendARMUT? NEIN Danke. Evangelische Jugendsozialarbeit gegen soziale Ausgrenzung“ stellt die BAG EJSA die Bedürfnisse von jungen Menschen dar und fordert, dass ein effizientes System von Leistungen bereitgestellt wird, das Armut und Armutsrisiken für Mädchen und Jungen, junge Frauen und junge Männer in prekären Lebenslagen minimiert.

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Bildungslotsen gehen an den Start

Rund 500 Berufseinstiegsbegleiterinnen und -begleiter nahmen bundesweit letzte Woche ihre Arbeit an Schulen auf. Die Bildungslotsen werden zunächst etwa 10.000 Jugendliche über mehrere Jahre dabei

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Grünes Licht für Hartz IV – Neuregelung?

Zum 01.01.2011 soll das neue Gesetz in Kraft treten. Die politischen Aktivitäten laufen sozusagen in die Zielgerade ein. Bundesrat, Bundestag und der Ausschuss für Arbeit und Soziales berieten über den vorliegenden Gesetzentwurf der Regierungskoalition. Der Bundesrat hat zahlreiche Änderungen im Zusammenhang mit den geplanten Hartz IV-Regelsätzen und dem Bildungspaket für Kinder und Jugendliche gefordert. Die Bundesregierung lehnt die meisten Forderung ab. Der Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales hat mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen die Grundzüge des Gesetzentwurfes begrüßt und den Weg freigemacht für die Beschlussfassung im Parlament.

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Bundesweite Programme der Jugendsozialarbeit erhalten 

„JUGEND STÄRKEN“ muss langfristig gesichert werden – um jungen Menschen echte Perspektiven zu geben Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit setzt sich für die Absicherung und Fortsetzung der bundesweiten Initiative und ihrer Programme ein. Damit Nachhaltigkeit und Planungssicherheit gewährleistet sind, dürfen die neuen Angebote und Strukturen nicht am Ende der Förderphase einfach auslaufen. Jetzt ist vielmehr eine schnelle finanzielle Sicherung bis 2013 und auch darüber hinaus dringend geboten.
Zur Fortführung der Bundesprogramme werden Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) benötigt. Nach dem Auslaufen der ESF-Förderphase im Jahr 2011 steht die finanzielle Absicherung und somit die Weiterführung der Programme in Frage. In einem Schreiben an Bundesministerin Kristina Schröder appelliert der Kooperationsverbund, insbesondere die weitere Finanzierung der Programme Schulverweigerung – Die 2. Chance und Kompetenzagenturen zeitnach zu klären.
Die Forderungen sowie fachpolitische Bewertung der Programme hat der Kooperationsverbund in einem Positionpapier veröffentlicht.

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Herausforderungen inklusiver Bildung in Deutschland

Gemeinsamer Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf ist in Deutschland noch oft die Ausnahme. Das gilt insbesondere für weiterführende Schulen: Im Bundesdurchschnitt gehen nur knapp 15 Prozent der Schüler mit Förderbedarf (ohne Schwerpunkt geistige Entwicklung) in der Sekundarstufe I auf eine Regelschule – die große Mehrheit besucht separate Förderschulen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Ausbau des so genannten inklusiven Unterrichts, zu dem sich Deutschland in internationalen Abkommen verpflichtet hat, insbesondere an weiterführenden Schulen nur langsam voran kommt.
Der Untersuchung zufolge hatten 480.000 Schüler im Jahr 2009 einen sonderpädagogischen Förderbedarf – das sind sechs Prozent aller Schüler in Deutschland. Die inklusive Bildung der Kinder endet meist nach der Kita: Während in Kindertageseinrichtungen 60 Prozent der Kinder mit Förderbedarf gemeinsam mit anderen spielen und lernen, sind es in der Grundschule nur noch 34 Prozent. Beim Übergang in die weiterführende Schule müssen dann viele weitere Kinder aus Mangel an inklusiven Bildungsangeboten an eine Förderschule wechseln.

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