Autor: Silke Starke-Uekermann

Empfehlungen zur Reform des Übergangs:
kommunale Verantwortung ausbauen

Bundesarbeitsgemeinschaft örtlich regionaler Träger der Jugendsozialarbeit (BAG ÖRT) legt Empfehlungen zur Reform des Übergangs Schule-Beruf vor: Ein reformiertes Übergangssystem hat die „Jugend“ als eigenständige Lebensphase mit ihren vielfältigen Entwicklungsaufgaben zu berücksichtigen. Die Angebote seien grundsätzlich rechtskreisübergreifend zu gestalten. Den Kommunen soll dabei die zentrale Steuerungsfunktion obliegen. Die kontinuierliche Begleitung junger Menschen am Übergang soll garantiert werden. Die Vernetzung zwischen Jugendhilfe, Schule und Wirtschaft ist auzubauen. Dabei sollen für eine bestimmte Zielgruppe Alternativen zum schulischen Lernen entwickelt und angeboten werden. Um keine Nachteile durch Mobilität zu erzeugen, sollte das Übergangssystem bundesweit abgestimmt werden.

Weiterlesen >>

Keine Vorurteile gegenüber Hartz-IV-Empfängern

Bundesagentur für Arbeit legt Studie zur Zufriedenheit von Arbeitgebern mit Hartz-IV-Empfängern vor: Erstmals in Deutschland hat eine Umfrage unter Arbeitgebern untersucht, welche Erfahrungen diese mit der Beschäftigung von ehemaligen Hartz IV-Empfängern gemacht haben. Das Ergebnis ist positiv. Zwei Drittel der Arbeitgeber aus den Branchen Pflege, Handwerk und Gastronomie sind zufrieden mit den ehemaligen Arbeitslosen; jeder Vierte ist sogar sehr zufrieden. Dies zeigt die repräsentative Umfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit (BA) durchgeführt hat. Ehemalige Hartz IV-Empfänger sind motiviert und engagiert – auch wenn oder gerade weil ihre Biografien oft Ecken und Kanten haben. Unternehmer in Deutschland sollten daher ihre Bedenken beiseite schieben und Menschen aus der Grundsicherung eine Chance auf Ausbildung und Beschäftigung geben. Mehr als die Hälfte der befragten Arbeitgeber erkennt keine nenneswerten Unterschiede zwischen der Arbeit ehemaliger Hartz IV-Empfänger und der Leistung der Kollegen. Wie weit verbreitet Vorurteile gegenüber Hartz IV-Empfängern in der Gesellschaft jedoch immer noch sind, hatte eine Allensbach-Umfrage im Auftrag der BA erst Oktober dieses Jahres gezeigt. Hartz IV-Empfängern hängt oft ein vermeintlicher Makel an, der die Vermittlung in Arbeit erheblich erschwert. Dabei zeigen die Analysen und auch die Erfahrungen der Arbeitgeber, dass sie oft besonders motiviert sind und eine zweite Chance verdienen.

Weiterlesen >>
Zum Inhalt springen