Autor: Silke Starke-Uekermann

Mehr Aufmerksamkeit für geflüchtete Mädchen und junge Frauen

Bei der Tagung „Geflüchtete Mädchen und junge Frauen im Spannungsfeld von Fluchterfahrung, Aufenthaltsrecht und Jugendhilfe“ am 23. und 24. Juni in Hamburg stand die spezifische Situation von Mädchen und jungen Frauen mit Fluchterfahrungen im Mittelpunkt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit, die Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik, die Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik Hamburg und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften wollten mit dieser Veranstaltung erreichen, dass die Situation und der besondere Schutz- und Hilfebedarf von geflüchteten Mädchen und jungen Frauen stärker in das Bewusstsein all derer rückt, die für die Aufnahme und Begleitung von jungen Flüchtlingen zuständig sind. Denn: Bisher wird der spezifischen Situation von geflüchteten Mädchen und jungen Frauen zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das gilt auch für die Kinder- und Jugendhilfe.

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Ein „mangelhaft“ für Deutschland in der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Wie wird die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen umgesetzt? Das kontrolliert und bewertet ein entsprechender UN-Ausschuss. Für Deutschland fällt die Bewertung sehr schlecht aus. Kritik hat der Ausschuss in fast allen Themenbereichen geäußert. Im Bereich der schulischen Inklusion hat der UN-Fachausschuss Deutschland dringend empfohlen, ein inklusives Bildungssystem in allen Bundesländern einzuführen. Förderschulen sollten abgebaut werden, um Inklusion möglich zu machen und mehr Kindern mit Behinderungen den Weg in die Regelschulen zu eröffnen. Dafür müssten die Schulen entsprechend ausgestattet werden und die Lehrerausbildung reformiert werden. Der Ausschuss bemängelte die unzureichende Inklusion behinderter Menschen in den ersten Arbeitsmarkt und kritisierte auch die Rolle der Behindertenwerkstätten.

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Bußgelder zu Gunsten von Bildungsprojekten

Auch Bildungsprojekte sind zur finanziellen Absicherung ihrer Arbeit immer wieder auf der Suche nach Geldmitteln. Der Deutsche Kinderschutzbund und die Deutsche Kinderhospizstiftung erlaufen öffentliche Aufmerksamkeit, als es um den Zuspruch von Bußgeldern aus Verfahren gegen Bernie Eccelstone und Sebastian Edathy ging. Die Kinderhospitzstiftung erhielt 1 Millionen Euro aus den Geldauflagen, zu denen Eccelstone verurteilt wurde. Der Kinderschutzbund hätte von den 5.000,– Euro profitieren können, aber er lehnte das Geld ab. Die Reue Edathy erschien dem Verein nicht echt. Doch wie gelingt es Bildungs- und Sozialprojekten in den „Genuss“ solcher Bußgelder zu kommen? Der Fundraising-Newsletter Akquisos hat dazu eine Einführung veröffentlicht und gibt Praxistipps für die Realisierung solcher Fundraising Vorhaben.

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Peer Learning von Fachkräften

Das Projekt „transitions. Gelingende Übergänge in Ausbildung und Arbeit“ zielte darauf ab, durch internationalen Austausch zwischen Fachkräften aus unterschiedlichen Ländern Impulse und Erkenntnisse zu gewinnen, um zu einer Weiterentwicklung von Unterstützungsmaßnahmen für sogenannte �benachteiligte‘ Jugendliche im Übergang Schule-Beruf beizutragen. Die wissenschaftliche Begleitung hatte zu überprüfen, ob und unter welchen Bedingungen Peer Learning von Fachkräften dazu einen Beitrag leisten kann. „transitions“ war eines von fünf multilateralen Kooperationsprojekten, die erstmalig von 2012 bis Ende 2014 im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführt wurden. Dieses neue Format der jugendpolitischen (themenzentrierten) Zusammenarbeit soll die bisherige Form der bilateralen (länderzentrierten) Zusammenarbeit ergänzen. Und es war ein Erfolg – zumindest aus Sicht des Peer Learnings. Es ist in hohem Maße geeignet, stößt aber auch an Grenzen. Diese lagen zum Teil in der Teilnehmerstruktur. Es hatten Fachkräfte aus unterschiedlichen Organisationstypen mit verschiedenen beruflichen Rollen und Positionen teilgenommen. Auf deutscher Seite setzte sich die Gruppe zusammen aus Vertreter(inne)n von Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit, Kommunen, Landes- und Bundesministerien, Jobcentern, der Bundesagentur für Arbeit, Wirtschaft, Schule und Wissenschaft/Forschung. Die wichtigste Lernerkenntnis für die deutschen Fachkräfte war die notwendige Flexibilsierung der Hilfsinstrumente. Der Zugang sowie die Nutzung von Hilfen muss flexibler werden, um eine bessere Passung mit der individuellen Lebenslage der Jugendlichen zu ermöglichen.

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