Wird die Ausbildung junger Menschen mit Behinderung erschwert?
Menschen, für die aufgrund ihrer Behinderung keine Regelausbildung möglich ist, können eine Fachpraktiker-Ausbildung machen. Sie ist theoriereduziert und praxisnäher gestaltet als eine „normale“ Ausbildung. Die Ausbilderinnen und Ausbilder müssen dafür seit 2012 die „Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation“ (ReZA) nachweisen. Vor allem für kleine und mittlere Betriebe kann das ein Problem sein, denn die Fortbildung dauert zwei Monate (insgesamt 320 Stunden). Die GRÜNEN haben Kritik der Betriebe zum Anlass genommen, um von der Bundesregierung zu erfahren, wie sie die Situation einschätzt. Außerdem wollen die GRÜNEN wissen, welche statistischen Erhebungen zur Erfassung der Ausbildungssituation behinderter Jugendlicher die Bundesregierung plant. Die GRÜNEN stellen zudem in Frage, ob die ReAZ einen Beitrag zur Inklusion leistet. Sie plädieren für eine Qualifizierung der Ausbilderinnen und Ausbilder, deren Inhalt und Umfang dem Alltag im Betrieb gerecht wird. Auf wenig praxisrelevante Inhalte, wie die Geschichte der Rehabilitation oder eine ausführliche Auseinandersetzung mit dignostischen Klassefizierungen, könnte verzichtet werden.



