Die Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) beschäftigte sich Anfang Mai intensiv mit der Situation junger Menschen in den Angeboten der Jugendsozialarbeit. In Siegburg wurde zudem die Arbeit in den Themenfeldern der BAG KJS reflektiert. Als herausfordernd werten die Mitglieder die Debatten um Kürzungen in Bund, Ländern und Gemeinden, die zu Lasten junger Menschen mit geringen Chancen gehen.
Die Jugendmigrationsdienste (JMD) beraten junge Menschen mit Einwanderungs- oder Fluchtgeschichte. Sie begleiten den Weg der Integration mit der Vermittlung von Sprachförderung, mit Unterstützung im Bürokratiewust und bei der Planung von Übergängen von der Schule in Ausbildung und Beruf. Beim Übergang ins Studium oder bei Wiederaufnahme von Studienplänen nach einer Flucht – in den vergangenen Jahren vor allem aus der Ukraine, aus Syrien und Afghanistan – kommt die Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule (GF-H) ins Spiel. Die Verantwortlichen beider Programme skizzierten die Situation der jungen Menschen und die Potenziale der Jugendsozialarbeit. Die Mitgliederversammlung bekräftigte die Notwendigkeit beider Angebote und die Bedeutung für junge Menschen.
Teilhabechancen verbessern
Intensiv arbeiten die Mitgliedsorganisationen im Netzwerk der BAG KJS an den relevanten Themen, zum Beispiel der schulbezogenen Jugendsozialarbeit, der Jugendberufshilfe und dem Jugendwohnen. Sie beschäftigen sich intensiv mit Chancengerechtigkeit, Demokratiebildung, Digitalisierung, europäischer Jugend- und Förderpolitik, Schulabsentismus und mit aufsuchender Arbeit. Die Mitgliederversammlung blickte auf die zurückliegende Arbeit im vergangenen Jahr und diskutierte über die Herausforderungen sowie die Potenziale der Weiterentwicklung. Angesichts wachsender prekärer Finanzierung der Jugendsozialarbeit in Kommunen, Ländern und im Bund unterstrichen die Mitglieder der BAG KJS, dass der Staat Verantwortung übernehmen müsse. Es gelte, die Teilhabechancen von jungen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen benachteiligt sind, deutlich zu verbessern.



