Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der LINKEN ist ernüchternd: Mit der geplanten Auflösung des Zentrums zur Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik scheint nicht nur ein wichtiger Akteur vor dem Aus, sondern das ganze Vorhaben. Das Zentrum zur Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik hat in einem mehrjährigen beteiligungsorientiertem Prozess unter Mitwirkung von Jugendlichen, Aktiven in der Jugendarbeit, Verbänden und dem Bundesjugendring Handlungsempfehlungen für die Politik entwickelt. Diese sollen zum 15. Kinder- und Jugendhilfetag Anfang Juni in Berlin vorgestellt werden, bevor das Zentrum planmäßig Ende August seine Arbeit einstellen soll. Zeitgleich sollte eine Allianz für die Jugend die Etablierung einer eigenständigen Jugendpolitik vorantreiben. Derzeit gibt es allerdings keine Planung, wie eine Allianz für die Jugend ausgestattet werden, arbeiten und wirken soll. Die Antworten des Familienministeriums auf die Fragen der LINKEN klingen eher nach Allgemeinplätzen als wirklich inhaltlich tragfähigen Aussagen. Wie Jugendpolitik als Eigenständige Jugendpolitik strukturell weiterentwickelt und umgesetzt werden soll, bleibt auch nach der Antwort der Bundesregierung offen.