Das EU-Förderprogramm für Bildung, Jugend und Sport läuft Ende 2020 aus und muss daher erneuert werden. Ein Zusammenschluss katholischer Verbände hat daher Stellung zur Weiterentwicklung des Programms bezogen. Wichtigstes Anliegen der katholischen Verbände ist die Stärkung der non-formalen Bildung innerhalb des Programms. Förderquoten von 26% in der Erwachsenenbildung und 33% in der Jugendarbeit gegenüber 97% in der Hochschulbildung zeigen ein Ungleichgewicht auf. Gerade für die Stärkung der europäischen Identität und der aktiven EU-Bürgerschaft, zwei Ziele die angesichts der wiederaufkeimenden Nationalismen in Europa immer wichtiger werden, spielt die non-formale Bildung eine zentrale Rolle. Für die politische Sozialisation junger Menschen ist “das Mitmachen” in Vereinen, Verbänden und Jugendorganisationen oft entscheidender als Schul- oder Universitätswissen.

Die wichtigsten Ziele der katholischen Verbände für Erasmus+ ab 2021 sind

  • Eine Erhöhung des Budgets um mindestens das doppelte und eine Veränderung der Budgetaufteilung zu Gunsten der non-formalen Bildung.
  • Um kleineren Einrichtungen die Teilnahme zu ermöglichen: Die kostendeckende Abrechnung von Personalausgaben.
  • Die Zusammenlegung redundanter Fragen in den Antragsformularen.
  • Eine nutzerfreundlichere Gestaltung des Programmleitfadens.

Die Stellungnahme der katholischen Träger zu Erasmus+ in vollem Textumfang lesen.

Quelle: Europabüro für Katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung