Anlässlich der Behandlung des 4. Armuts- und Reichtumsberichts im Kabinett kritisiert der Deutsche Caritasverband (DCV) die gestiegene Ungleichheit der Vermögensverteilung in Deutschland. Die Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe belegen, dass hier die Schere zwischen Arm und Reich in den vergangenen Jahren weiter auseinandergegangen ist. Eine wachsende Vermögensungleichheit gefährde die Solidarität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Notwendig seien auch präventive Maßnahmen und solidarisches Handeln. „Wir brauchen Menschen, die sich vor Ort engagieren und zum Beispiel benachteiligte Jugendliche auf ihrem Weg in den Beruf begleiten“, macht Caritaspräsident Peter Neher deutlich. Solidarität mit schwächeren Menschen bedeute auch, die Probleme der Menschen wahrzunehmen, die unter besonderen sozialen Schwierigkeiten leiden. „Ein Armutsbericht, welcher die soziale Lage von Asylbewerbern, Menschen in Duldung oder der aufenthaltsrechtlichen Illegalität ausblendet, ist lückenhaft“, kritisiert Neher.

Der Deutsche Caritasverband hat eine ausführliche Stellungnahme (1918kB) zum 4. Armuts- und Reichtumsbericht heraus gegeben.