Autor: Silke Starke-Uekermann

Nachträglicher Erwerb des Hauptschulabschlusses

Eine aktuelle Studie des Instituts für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS) identifiziert Erfolgsparameter für den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses. Mehr als 28.000 Jugendliche holen einen zuvor nicht erreichten Hauptschulabschluss nach. Dabei existiert eine Vielzahl von Angeboten bei denen Zielgruppe, Ziele und konzeptionelle Ausgestaltung zum Teil erheblich differenzieren. Einige der Angebote zielen ausschließlich auf den Erwerb des Schulabschlusses ab, andere hingegen haben diesen als „Beiwerk“. So ist das Nachholen des Hauptschulabschlusses in den berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit nachrangiges Ziel. Die Priorität liegt auf dem Übergang in Ausbildung. Für ein erfolgreiches Bestehen des nachträglichen Hauptschulabschlusses sind insbesondere persönliche Motivation und Arbeitshaltung der Jugendlichen entscheidend sowie konzeptionelle Merkmale des Angebots. Um den Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss erfolgreich zu senken, bedarf es eine regionale Verzahnung der Vielzahl der existierenden Angebote mit einer verbesserten überregionalen Abstimmung.

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Evaluation der Arbeitsmarktpolitischen Instrumente – Sachstandsbericht

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlicht den Sachstandsbericht zur Instrumentenevaluation. Der Bericht fasst zentrale Ergebnisse der Evaluationsforschung aus den letzten Jahren zusammen. Damit wird ein Auftrag aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt. Hinsichtlich der Ergebnisse zeichnet der Bericht ein differenziertes Bild. Betriebsnahe Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik, die auf die unmittelbare Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt setzen, erhöhen die Chancen der Teilnehmenden auf Integration in Erwerbsarbeit beträchtlich. Quasi – marktlich organisierte Vermittlungsdienstleistungen verbessern die Chancen der Geförderten nur instrumenten spezifisch und auch nicht für alle Arbeitssuchenden gleich. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wirken sich auf die Integrationschancen eher schädlich aus. Arbeitsgelegenheiten wirken dagegen verhalten positiv. Insgesamt sind die Forschungsergebenisse noch unvollständig. Bestimmte Maßnahmen – wie Reha-Maßnahmen für U25 – sind noch wenig erforscht. Ebenso die Wirkungen der Ausgestaltung und Durchführung bestimmter Dienstleistungen und Maßnahmen.

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Landkarte der inklusven Beispiele gestartet

Die Koordinierungsstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention, angesiedelt beim Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, startete eine „Landkarte der inklusiven Beispiele“. Beispiele sind etwa

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Trotz spürbarer Fortschritte bei PISA, entscheidet immer noch die Herkunft über Bildungschancen

Deutschland ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die Lesefähigkeiten seiner 15 jährigen Schülerinnen und Schüler spürbar zu verbessern. Dies wurde vor allem erreicht, weil der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit ungenügenden Resultaten deutlich verringert werden konnte. Dennoch kommt Deutschland in der neuesten PISA Studie nicht über den OECD-Durchschnitt hinaus. Die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen sind die nach wie vor groß. Trotz geringer Verbesserungen lässt sich die Tatsache nicht leugnen: in Deutschland entscheidet immer noch das Umfeld, in das ein Mensch hineingeboren wird, über dessen Bildungschancen. In kaum einem anderen Land sind die Leistungen der Schülerinnen und Schüler so eng an das Bildungsniveau der Eltern gekoppelt, wie in Deutschland. Die im Jahr 2009 durchgeführte vierte PISA-Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beruht auf Schulleistungstests, an denen eine halbe Million 15-jähriger Schülerinnen und Schüler in allen 34 OECD-Mitgliedstaaten sowie weiteren 31 Partnerländern und -volkswirtschaften teilgenommen haben.

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Annäherung an eine Pädagogik der Inklusion aus Perspektive der Jugendsozialarbeit

Im Bereich der Jugendsozialarbeit, insbesondere im Bereich der berufsvorbereitenden und -qualifizierenden Angebote, überwiegen häufig pädagogische Angebote, die stark von den Vorgaben der Kostenträger und von Maximen der Berufswelt geprägt sind. Die persönliche Entwicklung junger Menschen und die Förderung ihrer individuellen Stärken und Fähigkeiten tritt zu Gunsten der Anpassung an die Erfordernisse der Arbeitswelt in den Hintergrund. An diesem Punkt setzt das neue Projekt von IN VIA – Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit Deutschland e.V. – an. Mit dem Projekt will IN VIA eine pädagogische Qualifizierungsoffensive im Sinne einer inklusiven Pädagogik starten. Dieser pädagogische Ansatz beruht auf der prämisse der Vielfalt und will den Fähigkeiten, Bedürfnissen und Interessen aller jungen Menschen gerecht werden. Das Projekt bietet Fachkräften der Jugendsozialarbeit Raum, sich mit ihrer pädagogischen Praxis auseinander zu setzen. Den Auftakt machte eine zweitägige Fachtagung. Neben wissenschaftlicher Annäherung an das Thema wurden praxisorientierte Konzepte für Jugendliche in Übergangsphasen diskutiert. Dabei wurden für die Entwicklung einer inklusiven Pädagogik als unverzichtbar angesehen:## Die Abkoppelung der Lern- und Bildungsprozesse von der Selektionsfunktion der Schule##Eine 2. Chance auf Bildung und eine berufliche Ausbildung ermöglichen##Die Initiierung und Unterstützung von Selbsthilfeprojekten##Das Recht auf Partizipation aller am gesellschaftlichen Leben durchsetzen

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