Nachträglicher Erwerb des Hauptschulabschlusses
Eine aktuelle Studie des Instituts für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS) identifiziert Erfolgsparameter für den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses. Mehr als 28.000 Jugendliche holen einen zuvor nicht erreichten Hauptschulabschluss nach. Dabei existiert eine Vielzahl von Angeboten bei denen Zielgruppe, Ziele und konzeptionelle Ausgestaltung zum Teil erheblich differenzieren. Einige der Angebote zielen ausschließlich auf den Erwerb des Schulabschlusses ab, andere hingegen haben diesen als „Beiwerk“. So ist das Nachholen des Hauptschulabschlusses in den berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit nachrangiges Ziel. Die Priorität liegt auf dem Übergang in Ausbildung. Für ein erfolgreiches Bestehen des nachträglichen Hauptschulabschlusses sind insbesondere persönliche Motivation und Arbeitshaltung der Jugendlichen entscheidend sowie konzeptionelle Merkmale des Angebots. Um den Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss erfolgreich zu senken, bedarf es eine regionale Verzahnung der Vielzahl der existierenden Angebote mit einer verbesserten überregionalen Abstimmung.