Herkunft beeinflusst Bildungserfolg zu über 50 Prozent
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) legt neue Studie zum familiären Einfluss auf Zukunftschancen vor: Die Sicherstellung von gleichen Lebenschancen ist ein Ziel, das seit vielen Jahren alle westlich geprägten demokratisch verfassten Gesellschaften teilen. Obwohl alle Bürger formal über gleiche Rechte verfügen, sind auch in Deutschland die Chancen für individuelle Lebensverläufe je nach familiärem Hintergrund unterschiedlich und prägen damit das Muster der sozialen Ungleichheit. Die Ergebnisse der DIW-Untersuchung zeigen, dass der Einfluss des Familienhintergrundes auf individuelle Arbeitseinkommen, Familieneinkommen, Stundenlöhne sowie Bildungserfolg in Deutschland im internationalen Vergleich beachtlich hoch ist: 40% der Ungleichheit im individuellen Arbeitseinkommen werden durch den Familienhintergrund erklärt. Beim Bildungserfolg liegt der Erklärungsbeitrag der Herkunft sogar über 50%. Somit ist auf Grundlage der Datenauswertung des Sozio-ökonomischen Panels klar: Der Traum vom Tellerwäscher zum Millionär ist auch in Deutschland ein Traum.


