Autor: Silke Starke-Uekermann

Junge Menschen sind zunehmend besser gebildet als ihre Eltern

Wie viel junge Menschen verdienen, hängt stark von ihrer Bildung ab. Je höher das Bildungsniveau, desto höher ist in der Regel auch das Einkommen: 31,5 Prozent der Personen ohne einen beruflichen Abschluss zählen in Deutschland zu den Einkommensschwachen, unter den Hochschulabsolventen sind es lediglich 7,4 Prozent. Die gute Nachricht: Immer mehr junge Menschen sind auf einem höheren Bildungsniveau als ihre Eltern. Wie IW-Berechnungen auf Basis von Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) zeigen, erreichen mehr als 29 Prozent der 35- bis 44-Jährigen eine höhere Qualifizierung als ihr Vater, 40 Prozent liegen über dem der Mutter. Für die zukünftige Entwicklung des Bildungsstandards sei nicht allein die Qualität des Bildungssystems ausschlaggebend. Ein entscheidender Faktor werde auch die Integration sein. „Umso wichtiger ist es, die Zugezogenen in die Schul- und Arbeitswelt zu integrieren und ihnen so die Möglichkeit zu geben, einen Beruf auszuüben“, so Wido Geis, Wirtschaftsexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft.

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Gesetzliche Verankerung von Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit trägt entscheidend dazu bei, dass junge Menschen individuell gefördert werden. Durch diese Unterstützung können Jugendliche ihre Chancen auf gesellschaftlicher Teilhabe besser nutzen. Jedoch sind die Rahmenbedingungen für die Schulsozialarbeit unterschiedlich, ebenso ihre gesetzlichen Grundlagen. Aus den Schulgesetzen der Länder ergeben sich auch sozialpädagogische Aufgaben. Als schulbegleitende Jugendsozialarbeit ist sie aber auch Aufgabe des Schulträgers nach §13 SGB VIII. Der Kooperationsverbund Schulsozialarbeit hat unter Federführung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine Expertise beauftragt. Prof. em. Peter-Christian Kunkel stellt in seiner juristischen Expertise die grundsätzliche Konstruktion der beiden Rechtssysteme dar. Er analysiert die Probleme des geltenden Rechts. Anschließend reflektiert Kunkel die Möglichkeiten einer rechtlichen Absicherung von Schulsozialarbeit. Schließlich schlägt Kunkel eine konkrete gesetzliche Veränderung im SGB VIII vor: die Einführung eines neuen § 13.

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Broschüre Inklusion braucht Zeit

Für Schulen ist die Entwicklung zu einer inklusiven Institution ein großer Schritt. Die Arbeit mit inklusiven Schülergruppen, das Gestalten von Gemeinsamem Unterricht, die Zusammenarbeit in

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Chancengerechtigkeit ist keine Realität

Bildungschancen für Schüler in Deutschland sind besser geworden, variieren jedoch stark nach Bundesland. Die Unterschiede sind teilweise groß und wachsen weiter. Zu diesem Ergebnis kommt der neue „Chancenspiegel“, den die Bertelsmann Stiftung zusammen mit der Technischen Universität Dortmund und der Friedrich-Schiller-Universität Jena veröffentlichte. Negative Tendenzen beschreibt der Bericht bei der Zahl der Schulabbrecher mit ausländischen Wurzeln und bei Schülern mit Förderbedarf. Die Chancen benachteiligter Schüler haben sich laut Bericht ebenfalls verbessert, blieben aber eine Herausforderung. Neuntklässler aus sozio-ökonomisch schwächeren Haushalten lägen in ihrer Lesekompetenz weiterhin rund zwei Schuljahre hinter ihren Klassenkameraden aus privilegierteren Haushalten zurück. Der „Chancenspiegel“ analysiert, wie gerecht und leistungsstark das jeweilige Schulsystem der Bundesländer ist. Bildungsforscher vergleichen dafür die Durchlässigkeit der Schulsysteme sowie die Möglichkeiten der Schüler, sich gut ins Schulsystem zu integrieren, fachliche Kompetenzen zu entwickeln und gute Abschlüsse zu erhalten. Der aktuelle Chancenspiegel zieht eine Bilanz für die Jahre 2002 bis 2014. Die Untersuchung macht unmissverständlich klar, von vergleichbaren Kompetenzen und Chancen kann über die sechzehn Bundesländer hinweg keine Rede sein.

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Armut von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Der Armutsbericht des Paritätischen belegt: Die Armutsgefährung von Kindern und Jugendlichen unter 18 sowie der jungen Erwachsenen bis 25 Jahren steigt seit Jahren kontinuierlich an und liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von derzeit 15,7 Prozent. 2015 galten rund 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren als arm. In der Altersgruppe der 18- bis unter 25-Jährigen traf das sogar auf jeden vierten jungen Erwachsenen zu. In Bezug auf die Armut von Kindern und Jugendlichen kritisiert der Bericht, dass deren die Armut junger Menschen den Blicken der Öffentlichkeit meist verborgen bleibt. Vorrangig würden Erklärungen in der Familie und bei den Betroffenen selbst gesucht; ein vermeintliches Versagen des Einzelnen oder einer sozialen Gruppe angenommen. Diese Sichtweise jedoch verhindere die Auseinandersetzung mit den politischen und gesellschaftlichen Faktoren, die in einem der reichsten Länder der Erde Armut, Ausgrenzung und soziale Ungleichheit produzieren und reproduzieren. Marion von zur Gathen appelliert in ihrem Beitrag daher dafür, den Blick zu schärfen und sich mit den politischen und gesellschaftlichen Faktoren, die Armut begünstigen ebenso auseinander zu setzen, wie mit den konkreten Auswirkungen von Armut auf die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen. Alle jungen Menschen hätten ein Recht darauf, nicht in Armut aufzuwachsen. Dazu sei die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz maßgeblich.

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Neue negativ Rekordwerte bei der Armutsquote

Es gibt mehr Jobs und eine gute wirtschaftliche Lage, dennoch steigt die Armutsquote. Sozialverbände schlagen Alarm und fordern eine politische Kehrtwende, um arme Menschen zu unterstützen. Wie aus einem Bericht von zehn Organisationen hervorgeht, lag die Armutsquote im Jahr 2015 bei 15,7 Prozent. 2014 betrug die Quote 15,4 Prozent. Demzufolge lebten damit rund 12,9 Millionen Menschen in Deutschland unterhalb der Einkommensarmutsgrenze. Armutsquote sei bei allen bekannten Risikogruppen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, sprach von einem neuen negativen Rekordwert seit der Wiedervereinigung. Er bezeichnete Berlin und das Ruhrgebiet als „armutspolitische Problemregionen“.

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