Ergebnisse der Konferenz „Jugend in Aktion für Vielfalt und Toleranz“

Ergebnisse der Konferenz „Jugend in Aktion für Vielfalt und Toleranz“ der Europäischen Kommision und der Bundesregierung vom 6.-9.11.2005 in Berlin: “ Die immer enger werdenden Verflechtungen, die der Prozess der Globalisierung mit sich bringt, wirtschaftliche Probleme und der Verlust traditioneller sozialer Bindungen führen zu Verunsicherungen und zu Spannungen in den Beziehungen zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen und ethnischen Gruppierungen innerhalb der europäischen Gesellschaften. Vorurteile, Unwissenheit und mangelnde Kenntnis der Zusammenhänge verstärken die Unsicherheit bei einer Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern. Dies wiederum stärkt radikale Positionen und führt zum Anwachsen von Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Antisemitismus und der Islamophobie. Es gilt den europäischen Integrationsprozess als Gewinn und eine Bereicherung für ganz Europa, für alle hier lebenden Menschen zu begreifen. Es muss deutlich werden, wie sehr unsere Gesellschaften durch den ständigen Austausch mit Menschen unterschiedlichster kultureller, ethnischer und religiöser Prägungen beschenkt, vitalisiert und bereichert werden. Wichtig ist auf breiter Front Weltoffenheit, Respekt, Toleranz und Demokratieverständnis zu fördern. Deshalb kann es als Signal nicht hoch genug geschätzt werden, dass sich junge Menschen wie auf der Konferenz „Jugend in Aktion für Vielfalt und Toleranz“ für die Ideale des europäischen Integrationsprozesses einsetzen und einen Aktionsplan für ein offenes, ein tolerantes, ein vielfältiges Europa erarbeiten. Rund 180 Jugendliche und Fachleute aus 41 europäischen Ländern haben an der von der deutschen Bundesregierung und der Europäischen Kommission veranstalteten Konferenz „Jugend in Aktion für Vielfalt und Toleranz“ teilgenommen, die vom 6. bis 9. November 2005 in Berlin stattfand. Die Tagung nahm Bezug auf die erste internationale Konferenz „Jugend für Toleranz und Demokratie“, die 2001 ebenfalls in Berlin stattfand. Erstmals wollten die Jugendlichen nicht nur Forderungen an die politischen Entscheidungsträger richten, sondern ihre eigenen Beiträge zur Verbesserung der Situation in Form eines verbindlichen Aktionsplans vorstellen. Im Ergebnis eines intensiven und durchaus kontrovers geführten Diskussionsprozesses haben die jugendlichen Teilnehmer/innen zum Abschluss der Konferenz eine Erklärung vorgelegt, die ausgehend von der Einschätzung der aktuellen Entwicklung in Europa politische Empfehlungen sowie konkrete Vorschläge für deren Umsetzung auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene enthält. Die Teilnehmer/innen sehen sich selbst in die Verantwortung genommen, an der Umsetzung aktiv mitzuwirken. Gefordert wurden u.a. die Verbesserung der Mitwirkungsmöglichkeiten junger Menschen an der Gestaltung der Gesellschaft, die Entwicklung eines europäischen Aktionsplans zur Bekämpfung aller Formen des Extremismus, die nachhaltige Unterstützung von Antirassismusprojekten, eine gemeinsame europäische Einwanderungsstrategie sowie die bessere Widerspiegelung der kulturellen Vielfalt Europas in den Systemen der formalen Bildung, die dabei eng mit informeller Bildung verzahnt werden muss. Der angestoßene Diskurs soll durch europaweite Konferenzen im Zweijahresturnus fortgeführt werden. Deutschland greift diese Forderung auf und hat sich bereit erklärt während der deutschen Präsidentschaft Anfang 2007 eine Plattform für die Fortführung des Dialogs zu bieten.“

Die
Ergebnisse
der
Konferenz
können
auf
der
Konferenzwebsite
www.youth-against-racism.net
und
http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Presse/pressemitteilungen,did=57384.html
nachgelesen
werden.
Die
Konferenzwebsite
bietet
für
die
Weiterführung
der
Diskussionen
und
des
Austausches
über
die
Umsetzung
der
Konfe-renzergebnisse
der
Teilnehmer/innen
im
Sinne
einer
Follow
ups
eine
Plattform.

Quelle: BMFSFJ

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