Auszüge aus einer Online-Selbstdarstellung der Jugendhilfeeinrichtung ‘Don Bosco Sannerz’ in Sinntal (Hessen): ” … Wir über uns   Wir sind eine Jugendhilfeeinrichtung in Trägerschaft der Salesianer Don Boscos. Die Salesianer Don Boscos sind eine weltweit tätige Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche, die eine Option für die Jugend (ärmere, benachteiligte…) getroffen hat. Der Gründer der Salesianer ist Johannes Bosco, der große italienische Erzieher und Jugendseelsorger (1815-1888), der in Turin wirkte. Johannes Bosco versuchte, durch sein Leben und Wirken eine Antwort auf die damaligen drängenden Nöte und Fragen der Zeit zu geben. Im Jahre 1916 begannen die Salesianer in Deutschland mit ihrem Dienst an jungen Menschen. In Sannerz übernahmen sie im Jahr 1946 die Einrichtung für Schüler und Schulentlassene, die in der Landwirtschaft beschäftigt werden. In der weiteren Entwicklung der Jugendhilfe wurden in Sannerz mehrere Bereiche aufgebaut. Heute ist Don Bosco Sannerz eine Jugendhilfeeinrichtung mit vielfältigen Angeboten verschiedener Wohnformen, Ausbildungsstätten und individuell fördernd ausgerichteter Schule mit entsprechend begleitender Tagesgruppe. Don Bosco Sannerz ist eine Einrichtung, die als Teil der Kirche die Sorgen und Herausforderungen junger Menschen ernst nimmt und gerade zu jenen steht, die der Hilfe bedürfen. Somit nimmt unsere Einrichtung einen wesentlichen gesellschaftlichen Auftrag im Sinne von Kinder- und Jugendhilfe wahr.   Grundlage, diesem Auftrag gerecht werden zu können sind die Ansätze der Pädagogik Don Boscos, aktualisiert für die heutige Zeit (Erziehung muß von Vernunft, Liebenswürdigkeit und Glauben geprägt sein) und die von Don Bosco gelebte ‘Pädagogik der Vorsorge’. Unsere Pädagogik baut auf das Vertrauen, daß in jedem (jungen) Menschen ein guter Kern steckt. Don Bosco Sannerz will neben existenziellen Hilfen christliche Werte vermitteln und jungen Menschen bei der Suche nach Lebenssinn und Antworten auf offene Fragen begleiten. Ganzheitliche Förderung leistet einen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung, zur sozialen, religiösen und ökologischen Bildung. Don Bosco Sannerz legt besonderen Wert darauf, daß es jungen Menschen gelingt, mit fachlicher Unterstützung ihre schulischen und beruflichen Abschlüsse zu absolvieren, benachteiligte, bzw. individuell beeinträchtigte Jugendliche trotz ihrer Handycaps ihren Platz in unserer Gesellschaft finden, daß sie anerkannt und geachtet sind. durch die Beschäftigung mit der Natur und dem Erleben der Schöpfung junge Menschen für sich und ihre Umgebung sensibilisiert werden und sich dadurch Wege zum Transzendenten eröffnen. einzelnen jungen Menschen und Gruppen Raum zum eigenverantwortlichen Leben, zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und zum Entdecken eigener Stärken gegeben wird. … Ausbildung und Qualifizierung   Die gesellschaftliche Integration junger Menschen sowie ihre Persönlichkeitsentfaltung vollziehen sich zu wesentlichen Teilen im Rahmen von Ausbildung und Qualifizierung. Ausbildung und Qualifizierung bedeuten gesellschaftliche Teilhabe. Unsere Angebote: Berufsausbildung: Maler- und Lackierer, Bauten- und Objektbeschichter, Feinwerkmechaniker, Metallbauer, Teilezurichter, Schreiner, Koch. Weitere Ausbildungen (in Kooperation) auf Anfrage (2 – 3,5 Jahre). … Ausbildungen für Jugendliche mit einer Lernbehinderung: Bau- und Metallmaler, Holzbearbeiter, Metallbearbeiter, Metallfeinbearbeiter, Beikoch (3 Jahre) Berufsorientierung: Ermittlung der Berufswahl in unterschiedlichen Praktika (bis zu 1 Jahr) Teilqualifizierungen bei (noch) nicht vorhandener Ausbildungsfähig-keit (bis zu 2 Jahren) … Finanzierung über Jugendhilfe oder Arbeitsamt. Ausbildungsbeginn: 1. August (Quereinstieg möglich) PlusQualifikationen: Betrieblich akzeptierte Zusatz-Qualifikationen erhöhen die Arbeitsplatzchancen. So bieten wir z.B. an: Führer von Flurförder-fahrzeugen (Gabelstaplerschein), DVS-Schweißkurse, CNC Schulungen, Gerüstbau Schlüsselqualifikationen: Qualitätsentwicklung und -sicherung nach Melba – standardisierte berufliche Schlüsselqualifikationen … Qualitätsentwicklung   Wir tun viel im Hinblick auf Qualitätsentwicklung (QuE). Regelmäßige Teamsitzungen und Konferenzen der Bereiche und bereichsübergreifend stellen einen hohen Informationsstand und -fluss sicher. Die pädagogischen Fachkräfte unserer Einrichtung nehmen permanent an Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen, die intern stattfinden bzw. extern in Anspruch genommen werden, teil. Supervision ist bei uns Standard. Trägerseits werden Einführungsveranstaltungen für neue MitarbeiterInnen aller Funktionen durchgeführt mit Verpflichtung zur Teilnahme. Im Zusammenhang mit der Sicherung der in Hilfeplänen festgelegten Ziele, bzw. der Erstellung fruchtbarer individueller Förderpläne nehmen wir an der Evaluationsstudie EVAS teil und praktizieren wir schwerpunktmäßig in den Bereichen Schule und Ausbildung das Qualitätssicherungsverfahren Melba … ProjektChance’ (Hartz IV)  – BERUFSORIENTIERUNG – QUALIFIZIERUNG – INTEGRATION … Es werden 10 Plätze vorgehalten. Eine ausgewogene Verteilung der Plätze zwischen weiblichen und männlichen Jugendlichen soll angestrebt werden. Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 – 25 Jahren, die bei der Integration in den ersten Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt auf besondere Hilfen angewiesen sind, ohne diagnostizierte psychische Erkrankungen, für die eine dauerhafte therapeutische Begleitung notwendig wäre, von denen keine akute Selbst- oder Fremdgefährdung ausgeht, die nicht so akut suchtabhängig sind, daß der Drogenkonsum das Alltagsgeschehen und alle Lebensbereiche bestimmt, mit ausreichenden Deutschkenntnissen. Ziele: Eine Festlegung von Schwerpunktzielen im Förderplan richtet sich an den vorhandenen individuellen kognitiven, motorischen und sozialen Ressourcen aus. Kennenlernen der eigenen beruflichen Fähigkeiten Festlegung des individuellen Förderbedarfes Praktika in Betrieben der Region Stabilisierung der Persönlichkeit, Unterstützung beim Abbau vermittlungshemmender Faktoren z.B. Schulden Erarbeitung eines realisierbaren Berufswunsches Vermittlung beruflicher und sozialer Schlüsselqualifikationen Integration in den ersten Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt in Kooperation mit dem Fallmanager Integration in geeignete Qualifizierungsangebote in Kooperation mit dem Fallmanager Laufzeit 01.03.2005 – 31.07.2005 Zeiten: Montag – Freitag, 8.00 Uhr – 14 Uhr (30 Stunden wöchentlich). Die Projektzeiten können entsprechend den Erfordernissen verändert werden. Bei der Durchführung von Betriebspraktika werden die Zeiten an die jeweiligen Arbeitszeiten und an die regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeiten des Betriebes angepasst. Ort: Der Projektstandort liegt in der Einrichtung Don Bosco Sannerz. Die Praktika finden vorwiegend in Betrieben in der Region statt. Räumlichkeiten: 1 Küche, 2 Gruppenräume, 1 Büro, 1 Werkraum. Mitbenutzung des Sportplatzes und des Kraftraumes. Kantinenbenutzung. Personal: 1 Sozialpädagogin Konzeption: In der Kennenlernphase (ca. 4 – 6 Wochen) werden die Projektziele und Regeln gemeinsam besprochen und der individuelle Förderbedarf ermittelt. Es erfolgt eine videogestützte Unterweisung in die allgemeinen Unfallverhütungsvorschriften und eine Lerneinheit zum Thema ‘Rechte und Pflichten eines Auszubildenden / eines Arbeitnehmers’. Ebenso werden betriebliche Verhaltensweisen, unter anderem durch Rollenspiele, als Vorbereitung auf das Praktikum trainiert. Danach soll grundsätzlich mit allen Teilnehmern ein betriebliches Praktikum durchgeführt werden. Während der Praktikumphase treffen sich die Teilnehmer jeden Freitag im Projekt, um den Verlauf der Woche zu reflektieren. Bei stabilem Praktikumverlauf sollen die Reflexionseinheiten reduziert oder gar eingestellt werden. Jugendliche, die noch nicht in der Lage sind, ein betriebliches Praktikum durchzuhalten, werden in der Einrichtung ein Angebot erhalten. … ” Kontakt: Don Bosco Sannerz, Dominique Vilmin, Leiter berufliche Bildung, 36391 Sinntal-Sannerz, Tel. 06664-87142, vilmin@donbosco.de

http://www.donbosco-sannerz.de

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