Rechtschreibung- für junge Leute notwendig oder Luxus?

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) widerspricht dem Ministerpräsiden­ten von Baden-Württemberg heftig, wenn dieser die Bedeutung der Rechtschreibung für die Bildung nivel­lieren möchte. Sich großzügig über geltende Rechtschreibregeln hinwegzusetzen, dürfe sich höchstens der erlauben, der die Karriereleiter bereits erklommen habe, so der Verband. Jedem Schüler, dessen Bewerbungsunterlagen vor Rechtschreibfehlern strotzten, werde in der Regel schon der Zugang zu seiner beruflichen Ausbildung erschwert.

Wenn der Ministerpräsident „auf kluge Geräte” verweise, „die Grammatik und Fehler korrigierten“, denke er dabei sicher an die Computer in den Büros seines Regierungs­apparates, vermutet der Verband.Schüler*innen seien in erster Linie auf Stift und Papier angewiesen.

Der VBE Baden-Württemberg stellt klar: richtig schreiben zu können, sei kein Luxus, sondern notwendig. Für Winfried Kretschmann braucht es ein Grundgerüßt der Rechtschreibkenntnissen. Aber angesichts von rund 60 Millionen Smartphone Nutzer*innen muss keine Rechtschreibung mehr gepaukt werden. Richtig schreiben zu können sei kein gravierendes Problem der Bildungspolitik. Dass man Abstriche bei der Rechtschreibung tunlichst vermeiden möge, hätten die emotionsgeladenen Diskussionen der letzten Monate über das Für und Wider des „Schreibens nach Gehör“ gezeigt. Richtig schreiben zu können, würde in der Gesell­schaft wieder als ein Wert anerkannt.

Quelle: bildungsklick.de