Mit ihrem vielzitierten Satz „Wir schaffen das“ hat Bundeskanzlerin Angela Merkel klargestellt, dass Deutschland sehr wohl zur Aufnahme und Integration geflüchteter Menschen in der Lage ist. Jenseits der politischen – oft auch populistisch geführten – Debatten über diese Ankündigung arbeiten unzählige Ehrenamtliche und Fachkräfte der sozialen Arbeit seit langem daran, geflüchtete Menschen bei ihrer Integration in die deutsche Gesellschaft, das Bildungssystem und die Berufswelt zu unterstützen. Für Akteurinnen und Akteure der Jugendsozialarbeit stehen insbesondere junge Menschen im Mittelpunkt. Junge Geflüchtete begegnen uns nicht als homogene Gruppe, sondern – so wie andere junge Menschen eben auch – in ganz verschiedenen Lebenslagen und mit unterschiedlichen Bedarfen, Interessen und Möglichkeiten. Dementsprechend beraten und begleiten wir geflüchtete junge Menschen auf unterschiedlichen Wegen in allen Handlungsfeldern der Jugendsozialarbeit – beim Jugendwohnen, in der Jugendberufshilfe, bei der schulbezogenen Jugendsozialarbeit und natürlich mit den Angeboten der Jugendmigrationsdienste. Die Expertise „Perspektiven für junge geflüchtete Menschen?!“, die die BAG KJS in Auftrag gegeben hatte, beschreibt Herausforderungen für die Handlungsfelder der Jugendsozialarbeit diesen jungen Menschen eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Aber auch Chancen und Potentiale der Handlungsfelder werden herausgearbeitet, machen Mut und geben Anstöße zur Selbstreflexion und Weiterentwicklung. Die Autorinnen Elizaveta Khan und Christine Müller schreiben der Jugendsozialarbeit aber auch die Verpflichtung zu, sich in die politischen Debatten einzumischen, die Stimme für das Recht und die Menschenwürde zu erheben und gegen rechtspopulistische und rassistische Positionen Stellung zu beziehen. Die Expertise bestellen Sie kostenfrei über bagkjs@jugendsozialarbeit.de.

Quelle: BAG KJS