Die Jahrestagung und Mitgliederversammlung des YES Forums in Rumänien beschäftigte sich unter anderem mit dem Projekt WAVE II, das von der BAG KJS mit Partnern umgesetzt wurde. Mitte Juni kamen in Timișoara und Reșița (Rumänien) die Mitglieder des europäischen Netzwerks der Jugendsozialarbeit (YES Forum) zusammen.
Vertreter*innen von Mitgliedsorganisationen aus ganz Europa tauschten sich über aktuelle europäische Entwicklungen in der Jugend- und Jugendsozialarbeit aus, entwickelten neue Kooperationen und stellten erfolgreiche Projekte vor. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Verbesserung der sozialen Teilhabe und Beschäftigungsfähigkeit benachteiligter junger Menschen sowie auf der Rolle europäischer Zusammenarbeit für eine zukunftsfähige Jugendpolitik. Die BAG KJS war mit drei Vertreter*innen aus ihren Mitgliedsorganisationen und zwei jungen Teilnehmenden eines Demokratieprojektes von IN VIA Freiburg vertreten.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde auch das Erasmus+-Projekts WAVE II – „What about Democracy Education, Participation and the Transfer of European Values in the Context of Intercultural Youth Social Work“ präsentiert. Das Projekt wurde von Alexander Hauser (BAG KJS), Koordinator des Projekts, gemeinsam mit Momo Sissoko von der Partnerorganisation Jama Nyeta Köln vorgestellt.
Im Mittelpunkt der Präsentation standen die zentralen Ergebnisse des knapp zweijährigen transnationalen Projekts. Vorgestellt wurden die gemeinsam mit sieben Partnerorganisationen aus Deutschland, Italien, Griechenland und Serbien entwickelten innovativen Methoden zur Demokratiebildung und zur Vermittlung europäischer Werte in der Jugend- und Jugendsozialarbeit. Während der gesamten Veranstaltung informierte zudem ein WAVE-II-Informationsstand über die Projektergebnisse, die entwickelten Methoden sowie die veröffentlichten Materialien und bot zahlreiche Gelegenheiten zum fachlichen Austausch.
Ein weiterer Programmpunkt der Mitgliederversammlung war der Besuch des Bürgermeisters von Reșița, Ioan Popa, der die Teilnehmenden herzlich willkommen hieß und die erfolgreiche Entwicklung seiner Stadt von einem ehemaligen Industriestandort zu einem modernen und wirtschaftlich vielfältigen Gemeinwesen vorstellte. Seine Ausführungen verdeutlichten, dass viele europäische Regionen vor ähnlichen Transformationsprozessen stehen und dabei von einem engen Zusammenspiel zwischen Kommunen und Zivilgesellschaft profitieren können.
Darüber hinaus beteiligten sich die Mitglieder des YES Forums an der öffentlichen Konsultation zur künftigen EU-Jugendstrategie. Die eingebrachten Anregungen und Erfahrungen aus dem Netzwerk fließen in den weiteren Konsultationsprozess ein und tragen dazu bei, die Perspektiven der europäischen Jugend- und Jugendsozialarbeit in die Weiterentwicklung der Strategie einzubringen.
Neben der Mitgliederversammlung standen Besuche lokaler Projekte der rumänischen Partnerorganisation Nevo Parudimos, sowie die Abschlusskonferenz des Interreg-Projekts „Back on Track“ auf dem Programm. „Back on Track“ ist ein transnationales Interreg-Donauraumprojekt, das innovative Ansätze entwickelt hat, um die Beschäftigungsfähigkeit und soziale Teilhabe benachteiligter junger Menschen (NEETs) in ländlichen Regionen des Donauraums zu verbessern.
Abgerundet wurde die Jahrestagung durch eine Stadtführung in Timișoara, bei der die Teilnehmenden Einblicke in die bewegte Geschichte der Stadt und ihre zentrale Rolle während der demokratischen Umbrüche in Rumänien Ende der 1980er Jahre erhielten.
Autor: Alexander Hauser



