In Deutschland lebten laut Mikrozensus 2018 rund 81,6 Millionen Menschen. Mit rund 20,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund hat jede bzw. jeder Vierte eine eigene oder über mindestens ein Elternteil mitgebrachte Zuwanderungsgeschichte. Rund die Hälfte aller Personen mit Migrationshintergrund besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit. Diese Fakten hat der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) in einem aktuellen Faktencheck präsentiert. Die Forscher*innen des SVR haben auch die regionale Verteilung sowie die berufliche Qualifikation Zugewanderter untersucht.

Hier leben die meisten mit Zuwanderungsgeschichte

In den drei Stadtstaaten, in Hessen und in Baden-Württemberg ist der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund besonders hoch. Bremen führt mit 35,1 Prozent. In den neuen Bundesländern liegt der Anteil bei insgesamt nur 8 Prozent.

Qualifikation und Erwerbstätigkeit im Fokus

Unter die zugewanderten Personen im Alter von 25 bis 64 Jahren im Jahr 2014 verfügten 37 Prozent über einen akademischen Abschluss. Das ist mehr als der Durchschnitt der deutschen Bevölkerung mit 21 Prozent. 27 Prozent hatten eine abgeschlossene Berufsausbildung. Fast ein Drittel verfügte aber über keinen berufsqualifizierenden Abschluss. Laut SVR ist das Bildungsniveau der Geflüchteten die zwischen 2013 und Januar 2016  nach Deutschland kamen, deutlich niedriger. Von ihnen verfügen nur 11 Prozent über einen Hochschulabschluss oder eine Promotion. Rund 40 Prozent haben eine weiterführende Schule besucht und 35 Prozent haben diese auch abgeschlossen.13 Prozent sollen keine Schule besucht haben. Bei der Integration dieser Zahlen sind die Ausbildungssysteme der Herkunftsländer zu bedenken. Selten sind diese mit der dualen Ausbildung in Deutschland vergleichbar. Vielfach erfordern berufliche Tätigkeiten in anderen Ländern keine formale Ausbildung.

Quelle: Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration