Corona-Krise: Rückschritte für Inklusion auf dem Arbeitsmarkt

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Auswirkungen der Corona-Pandemie auf dem Arbeitsmarkt seien für Menschen mit Behinderung besonders gravierend, warnt die Aktion Mensch. Allein im Oktober dieses Jahres waren 13 % mehr Menschen mit Schwerbehinderung arbeitslos als im Vorjahresmonat. Damit sind derzeit 173.709 Menschen mit Behinderung ohne Arbeit – der höchste Wert seit 2016. Das geht aus dem aktuellen Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institutes hervor. Das Barometer identifiziert den höchsten Anstieg an arbeitslosen Menschen mit Behinderung in Bayern mit 19,1 Prozent und Hamburg mit 18,9 Prozent. Auch in Baden-Württemberg und Hessen sind die Werte mit 16,4 und 16,2 Prozent im bundesweiten Vergleich besonders hoch. In Süddeutschland addiert sich zu der Corona-Krise die anhaltende Strukturkrise in der Automobilindustrie. Regionen mit üblicherweise starkem Tourismus – wie Hamburg – haben ebenfalls hohe Arbeitsplatzverluste zu verzeichnen. Im Tourismus und der Gastronomie sind davon auch viele Menschen mit Behinderung betroffen.

Über das Inklusionsbarometer Arbeit

Seit 2013 liefert das Inklusionsbarometer Erkenntnisse über die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt. So lassen sich Handlungsansätze identifizieren, die Inklusion weiter voran zu treiben. Mit dem diesjährigen Sonderkapitel greifen die Autor*innen die Corona-Pandemie auf und bewerten aktuelle Arbeitsmarktzahlen unter dem Krisen-Blickwinkel. Für Menschen mit Behinderungen werden die positiven Entwicklungen der letzten vier Jahre zunichte gemacht.

Quelle: Aktion Mensch
Bild: Aktion Mensch

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