Corona-Krise: Junge Geflüchtete brauchen bei ihrer Ausbildung mehr Unterstützung denn je

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Junge Geflüchtete dürfen auf ihrem Weg in Ausbildung nicht auf sich alleine gestellt sein, machen Franziska Schreyer und Angela Bauer in einem Beitrag des IAB-Forums deutlich. Junge Geflüchtete treffen in Deutschland auf eine Einwanderungskultur im Wandel. Ob sie eine betriebliche Ausbildung absolvieren oder arbeiten dürfen, hängt von ihrer aufenthaltsrechtlichen Situation ab. Fachkräfte aus Beratungsstellen helfen und klären auf. Eine besondere Begleitung junger Geflüchteter am Übergang Schule-Beruf leisten auch die Jugendmigrationsdienste (JMD). Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. ist eine der vier Trägerorganisationen, die das Bundesprogramm JMD umsetzen. Die Pandemie schränkt auch die Arbeit der JMD stark ein, so dass Beratung und Begleitung derzeit unter erschwerten Bedingungen stattfinden müssen.

Volljährigkeit als Risikofaktor für die Fortsetzung von Hilfen

Unbegleitete Minderjährige würden durch die Jugendhilfe unterstützt, die verschiedene Fördermöglichkeiten hat. Dabei sind die Jugendlichen häufig in ein Netzwerk aus rechtlicher, sozialpädagogischer und teils ehrenamtlicher Betreuung eingebunden. Dank dieses Netzwerks würden die Jugendlichen auch auf ihrem Weg in die Ausbildung professionell begleitet, stellen die Arbeitsforscherinnen in ihrem Beitrag fest. Mit dem Erreichen der Volljährigkeit drohe diese Unterstützung verloren zu gehen. Dabei sei diese Unterstützung für unbegleitete wie begleitete junge Geflüchtete in einem Ausbildungsmarkt, der aktuell aufgrund der Corona-Krise eher schrumpft als wächst, umso dringlicher. Sie komme auch dem Arbeitsmarkt zugute, auf dem nach wie vor Fachkräfteengpässe zu erwarten seien.

In den vergangenen Jahren hätten oftmals Ehrenamtliche die jungen Geflüchteten bei ihrer beruflichen Orientierung, ihrer Suche nach einem Ausbildungsbetrieb sowie beim Lernen begleitet. Unter Maßgabe Kontakte zu Pandemie-Zeiten zu reduzieren, würden viele dieser Hilfestellung entfallen. Umso wichtiger seien professionelle Unterstützungsstrukturen, auch wenn diese in der Covid-19-Pandemie ebenfalls Einschränkungen unterlägen. Schreyer und Bauer betonen in ihrem Fazit wie bedeutsam die Jugendhilfe in diesem Kontext ist sowie eine professionelle Beratungsinfrastruktur.

Quelle: IAB; BAG KJS

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