Berufliche Bildung: Jugendliche aus Ausbildungssuche fühlen sich allein gelassen

Die Corona Pandemie wirkt sich auch im Jahr 2022 negativ auf Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft aus. Der Berufsbildungsbericht 2022 zeigt, dass die Krise auf dem Ausbildungsmarkt noch lange nicht bewältigt ist. Eine Befragung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung bestätigt, dass sich mehr als die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland um ihre Ausbildungsperspektiven Sorgen machen. Die Mehrheit sieht sich der Umfrage zufolge von der Politik alleingelassen. 80 Prozent sind mit dem Engagement der Politik für Ausbildungsplatzsuchende unzufrieden. Mehr als jeder zweite Jugendliche (54 %) vertritt die Auffassung, dass sich die Ausbildungschancen wegen Corona verschlechtert haben. Knapp die Hälfte der befragten jungen Menschen (48 %) ist der Meinung, es gebe genügend Ausbildungsplätze. 37 % meinen, es gebe zu wenige. Die Einschätzung der jungen Menschen unterscheidet sich nach der jeweiligen Schulbildung: Von den Jugendlichen mit niedriger Schulbildung hat der Umfrage zufolge bundesweit fast jeder Zweite (49 %) den Eindruck, dass die Zahl der Ausbildungsplätze nicht reiche. Dass Berufsorientierung, Beratung und Begleitung während der Pandemie nur sehr eingeschränkt zur Verfügung standen, hat erhebliche Konsequenzen. Diese merkte auch Tom Urig, Sprecher des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit, in einem Kommentar zum neuen Berufsbildungsbericht an.

Über die Umfrage zur Berufsbildung

Für die repräsentative Umfrage hatte das Meinungsforschungsinstitut iconkids & youth im Auftrag der Bertelsmann Stiftung vom 28. Januar bis 6. März bundesweit 1.666 Menschen zwischen 14 und 20 Jahren befragt. 

Quelle: Bertelsmann Stiftung; epd 

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