Widerstand gegen die Abschiebung hier geborener Kinder in den Kosovo
In den nächsten Jahren sollen die meisten der in Deutschland langzeitgeduldeten Roma in den Kosovo abgeschoben werden. Aktuell steht die Entscheidung im Landtag in Ba-Wü
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In den nächsten Jahren sollen die meisten der in Deutschland langzeitgeduldeten Roma in den Kosovo abgeschoben werden. Aktuell steht die Entscheidung im Landtag in Ba-Wü
AWO-Bundesverband und Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik legen Expertise zur Unterstützung armer Jugendlicher vor: Ausgehend von den Ausgrenzungsrisiken herkunftsbenachteiligter, insbesondere armer junger Menschen in der Sekundarstufe I und im Übergang Schule – Beruf, entwickelt die Expertise konkrete Gestaltungsansätze, die eine kompensatorische Förderung dieser jungen Menschen ermöglichen und auf den Abbau institutionell bedingter Ausgrenzungsrisiken zielen.
Die Expertise beginnt mit einer Zusammenfassung jugendspezifischer Entwicklungsaufgaben und dem Stellenwert von Bildungsteilhabe für deren erfolgreiche Bewältigung. Anschließend werden wesentliche Forschungsergebnisse und Daten zur Bildungsungleichheit und den zugrunde liegenden Ausgrenzungsmustern und -mechanismen referiert. Die wesentlichen kompensatorischen Angebote der Jugend(berufs)hilfe werden benannt und mit Beispielen �guter Praxis‘ unterlegt. Im Weiteren werden strukturelle und prozessuale Gestaltungsanforderungen und Implementierungsvorschläge für schulbezogene Unterstützungsnetzwerke im Übergang Schule – Beruf zur Bildungsförderung armer Jugendlicher entwickelt. Hier wird bewusst der konkrete, schulbezogene Ansatz in den Focus gerückt, während die darüber hinaus anzustrebende lokale oder regionale Netzwerkbildung auf der strategischen Ebene nur am Rande thematisiert wird.
Spitzenvertreter von Bund, Ländern und Sozialpartnern haben sich zur Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) auf einen Kompromiss verständigt. Allgemeinbildende Schulabschlüsse sollen dem DQR zunächst nicht zugeordnet werden. Damit ist entschieden, dass zunächst auf den DQR-Niveaus 1 und 2 die Berufsausbildungsvorbereitung angesiedelt wird, auf Niveau 3 die zweijährige berufliche Erstausbildung und Niveau 4 die drei- und dreieinhalbjährige berufliche Erstausbildung. Auf Stufe 5 sollen Fortbildungen, die vergleichbar sind mit dem IT-Spezialisten, verortet werden. Niveau 6 erreichen der Bachelor, der Meister, der Fachwirt und die Fachschulabschlüsse wie Techniker. Stufe 7 werden der Master und der Operative Professional (IT) zugeordnet, und Stufe 8 die Promotion. Ungeklärt ist jedoch die Frage, wie die Anerkennung von non-formal und informell erworbenen Kompetenzen sowie deren Einordnung in den DQR erfolgen soll. Mit dem Blick auf benachteiligte Jugendliche und die Verbesserung des Einstiegs in den Beruf legt eine Autorengruppe ein Eckpunktepapier zur Anerkennung dieser Kompetenzen vor.
Die Autorinnen und Autoren – aus den Verbänden und Organisationen Jugend für Europa, Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit, Internationaler Bund, IN VIA, BAG Katholische Jugendsozialarbeit und Deutscher Verein – schlagen einfache, transparente und partizipative Verfahren der Anerkennung von Kompetenzen vor. Ohne dass Kompetenzerwerb allein auf die Verwertbarkeit für jeden Arbeitsmarkt reduziert werden darf, plädieren die Autor/-innen dafür, dass jeder junge Mensch die Freiheit erhalten muss, diese in Bezug zur Erwerbsarbeit zu bringen.
Über hundert Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenorganisationen, aus der Politik, Gesellschaft und den Kirchen stellten auf dem 5. Integrationsgipfel den „Nationalen Aktionsplan Integration (NAPI) vor: Der NAPI soll die Chancen eines jeden einzelnen Migranten auf gleiche Teilhabe erhöhen. Zugleich sollen der Zusammenhalt und das Miteinander gestärkt werden. Vorläufer der NAPI war der Nationale Integrationsplan aus dem Jahr 2007. Dessen circa 400 Selbstverpflichtungen wurden laut Bundesregierung fast vollständig umgesetzt. Jetzt ist vorgesehen Integrationspolitik messbar und damit noch verbindlicher zu machen. Der Nationale Aktionsplan legt einen besonderen Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Strukturveränderung, um dauerhafte Grundlagen für Integration zu schaffen. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit weist anläßlich der Vorstellung des NAPI auf die fortdauernde Benachteiligung junger Menschen mit Migrationshintergrund hin. Gleiche Chancen für junge Migranten seien noch lange nicht erreicht.
Diese Ausgabe des Bildungsmonitors geht ausführlich ein auf die Bildungsberichterstattung der Bundesländer und – beispielhaft – einiger Regionen und Kommunen. Prägend im Berichtszeitraum, auf den
Die Ausbildung schulischer und beruflicher Kompetenzen und eine soziale Teilhabe zählen zu den Säulen einer gelungenen Integration. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund haben hier jedoch
Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert, die Gleichwertigkeit von Abitur und mindestens dreijährigen dualen Ausbildungen durch deren übereinstimmende Einordnung auf Niveau vier des Deutschen Qualifikationsrahmens
Die SPD sowie die Linke hatten sich für eine bessere finanzielle Ausstattung der Programme „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ und „Kompetenzagenturen“ stark gemacht. Diese Jugendförderprogramme
Im Rahmen der Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik fördert das Bundesfamilienministerium Projekte durch einen Innovationsfonds im Kinder- und Jugendplan des Bundes. Das Bundesfamilienministerium ruft daher alle
Der DGB bemängelt die Ausweitung des Nieriglohnsektors und die damit verbundene Hartz IV-Bedürftigkeit von Erwerbstätigen: Gut zwei Milliarden Euro pro Jahr müsse der Bund durch Hartz IV-Zahlungen jährlich aufwenden, um Geringverdienern mit Vollzeitjobs ein gesellschaftliches Existenzminimum zu garantieren. Außerdem subventioniere der Staat so die Arbeitgeber, die Arbeitnehmer zu Hungerlöhnen beschäftigen. Rechne man jene mit einem sozialversicherten Teilzeitjob hinzu, so käme man auf etwa 4 Mrd. Euro Ausgaben im Hartz IV-System für Aufstocker mit sozialversichertem Job. Armut trotz Erwerbstätigkeit komme damit nicht nur den Betroffenen, sondern auch den Staat teuer zu stehen.