In der Warteschleife – Die Probleme von fast 300.000 Jugendlichen
DGB legt Expertise zur Struktur und Entwicklung des Übergangsbereichs vor:Beim Übergang von der Schule in die Ausbildung gibt es in Deutschland ein ernstes Problem: Fast jeder dritte Jugendliche, der eine berufliche Ausbildung beginnen will, mündet in eine der zahlreichen Maßnahmen im Übergang zwischen Schule und Ausbildung ein. Im Jahr 2011 befanden sich insgesamt rund 294.000 Jugendliche in den Maßnahmen des Übergangsbereichs. Damit mündeten 28,4 Prozent der Neuzugänge im gesamten Berufsbildungssystem in diesen Teilbereich ein, der keinen qualifizierten Berufsabschluss bietet. Zwar steht eine betriebliche Ausbildung formal jedem Jugendlichen – ganz unabhängig von seinem Schulabschluss – offen, in der Realität aber entscheiden die Betriebe über den Einstieg in das duale System. Die Folgen dieser Entwicklung sind gravierend: 2,2 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 34 Jahren haben keinen Berufsabschluss. Um das Übergangssystem abzubauen schlägt der DGB einen Maßnahmekatalog vor. Von „fester Verankerung individueller Berufswegplanung in der Schule“ reicht dieser über „das Recht auf Ausbildung garantieren“ bis hin zu „Branchenfonds einführen.“