Autor: Silke Starke-Uekermann

Eindämmen unterwertiger Beschäftigung und Fachkräftesicherung sind zwei Seiten einer Medaille

DGB legt Analyse zu unterwertiger Beschäftigung vor: Fast ein Fünftel der Fachkräfte arbeitet hierzulande unter ihrem formal erworbenen Qualifikationsniveau. Zeitgleich steigen die Qualifikationsanforderungen an Arbeitsplätze kontinuierlich und der Ruf nach mehr Fachkräften ist nicht zu überhören. Das ist eine nicht akzeptable Schieflage auf dem Arbeitsmarkt. Unterwertig Beschäftigte sind besonders häufig in Minijobs, Teilzeit- oder befristeten Beschäftigungsverhältnissen zu finden. Die am Arbeitsmarkt benachteiligten Fachkräfte, wie bspw. Menschen mit einem Migrationshintergrund, Menschen mit Beeinträchtigen, Berufseinsteiger/-innen und Frauen haben ein erhöhtes Risiko, unter ihrem Qualifikationsniveau zu arbeiten. Besonders benachteiligt sind Fachkräfte mit einem Migrationshintergrund, insbesondere dann, wenn sie über keine deutsche Staatsangehörigkeit verfügen. Um unterwertiger Beschäftigung entgegenzuwirken, ist es notwendig, auf unterschiedlichen strategischen Ebenen anzusetzen: Die Berücksichtigung von zielgruppenspezifischen Besonderheiten ist dabei ebenso wichtig, wie die Arbeitsplatzgestaltung und arbeitsmarkt- und bildungspolitische Maßnahmen. Es braucht vor allem mehr Engagement für mehr zukunftsorientierte Ausbildungsplätze sowie die Stärkung des Normalarbeitsverhältnisses durch eine neue Ordnung der Arbeit.

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Lebenslagen Jugendlicher als Ausgangspunkt kommunaler Politikgestaltung

Deutsches Jugendinstitut (DJI) legt Expertise zur beteiligungsorientierten Erhebung von jugendpolitischen Bedarfen vor: Jugendliche sind selbst Experten ihrer eigenen Lebenssituation. Sie können am besten darüber Auskunft geben, was aus ihrer Lebenslage heraus wichtig für die Politik ist. Jugendliche sind keine unkritischen, unpolitischen Beobachter. Sie wollen sich engagieren und Verantwortung übernehmen, wenn sie etwas als interessant und wichtig erachten. Je konkreter der Bezug zur Lebenswelt, je größer die Bereitschaft sich zu beteiligen – auch an politischen Prozessen. Will kommunale Jugendpolitik auf die Experten der eigenen Sache zurückgreifen, sind geeignete Methoden und Strukturen entscheidend. Die Ergebnisse solch beteiligungsorientierter Erhebungen müssen in kommunale Handlungsstrategien übersetzt werden, um Grundlage kommunalpolitischer Entscheidungen zu werden.

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Der Ausbildungspakt zieht Bilanz: Was wurde erreicht von 2010 bis 2014?

In einer gemeinsamen Erklärung ziehen die Partner des Ausbildungspaktes Bilanz: in der Summe wurde viel erreicht. Die Bilanz fällt positiv aus. In 2013 konnten mehr Ausbildungsplätze bereitgestellt und mehr Unternehmen für die Ausbildung gewonnen werden als zugesagt. Dennoch bleiben Herausforderungen zu bewältigen. Angebot und Nachfrage passen weniger zusammen. Menschen mit geringen Qualifikationen ist eine nachhaltige Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Gleichzeitig muss die Berufsausbildung für leistungsstärkere junge Menschen attraktiv bleiben.

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Zentrale Befunde zum Arbeitsmarkt und seiner Entwicklung

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat zentrale Befunde zu Arbeitsmarktthemen zusammen gestellt: „Die Lage am Arbeitsmarkt dürfte sich angesichts der Konjunkturerholung weiter bessern. Mit einem starken Rückgang der Arbeitslosigkeit ist vorerst jedoch nicht mehr zu rechnen, strukturelle Probleme werden deutlicher. Um die Beschäftigungschancen wieder zu erhöhen, sollte die Arbeitsmarktpolitik auf eine wirksame Qualifizierungsstrategie fokussiert werden und der steigenden Bedeutung des harten Kerns der Arbeitslosigkeit Rechnung tragen.

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Warum ein Migrationshintergrund bei der Jobsuche zu Benachteiligung führt

Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist in ihrem aktuellen WISO direkt der beruflichen Diskriminierung auf der Spur: Gewöhnlich wird angenommen, dass Betriebe bei Personalentscheidungen strikt leistungsgerecht vorgehen. Entscheidendes Kriterium sollte sein, ob Bewerber/-innen den Leistungsanforderungen des Berufs und des Betriebes entsprechen. In der tatsächlichen Praxis jedoch verhindert die Personalpolitik gleiche Teilhabemöglichkeiten. Migrantische Bewerber und Bewerberinnen werden auch dann benachteiligt, wenn sie über die gleiche Qualifikation wie Einheimische verfügen.

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