Autor: Silke Starke-Uekermann

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – besonders schutzbedürftig

Der Deutsche Caritasverband (DCV) legt Positionspapier zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (umF) in Deutschland vor: Aufgrund ihres Alters, ihrer Herauslösung aus dem vertrauten Umfeld und wegen des fehlenden Schutzes durch die eigene Familie zählen umF zur Gruppe der besonders verletzlichen und daher besonders schutzbedürftigen Flüchtlinge. Die Zahl der umF, die nach Europa gelangen, ist in den letzten Jahren angestiegen. Innerhalb der Europäischen Union stellten im Jahr 2011 über 12.000 unbegleitete Minderjährige einen Asylantrag, im Jahr 2012 waren es in Deutschland 2.096. Im selben Jahr wurden in der Bundesrepublik über 4.300 umF durch die Jugendämter in Obhut genommen. Gegenwärtig kommen die meisten umF, die in Deutschland Schutz suchen, aus Afghanistan, Irak, Syrien und Somalia. Der DCV fordert alle umF von Beginn an in einer Jugendhilfeeinrichtung unterzubringen und eine angemessene Betreuung zu gewährleisten. Damit jungen Ausländer/-innen gleichberechtigt von Fördermöglichkeiten der Jugendberufshilfe, des SGB III und des BAföG profitieren können, sind entsprechende rechtliche Voraussetzung zu schaffen.

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Die Zukunft der Bildung

Die Deutsche UNESCO-Kommission veranstaltete am 19. und 20. März 2014 den Gipfel „Inklusion – Die Zukunft der Bildung“. Die Veranstaltung erstellte eine Bestandsaufnahme der inklusiven Bildung in Deutschland, initierte eine Erfahrungsaustausch und verabschiedete in der „Bonner Erklärung“ Leitlinien für die weitere Umsetzung der inklusvien Bildung in Deutschland. Im Vergleich mit vielen seiner europäischen Nachbarn hat Deutschland einen erheblichen Nachholbedarf bei der Schaffung inklusiver Bildungsangebote. Systematische Anstrengungen sind notwendig, um Exklusion im deutschen Bildungswesen zu überwinden und Inklusion als Leitbild für Bildungspolitik und -praxis zu etablieren. Barrieren müssen zügig abgebaut und die erforderlichen Strukturen eines inklusiven Bildungssystems weiter aufgebaut werden, um Inklusion umfassend in allen Bildungsbereichen zu ermöglichen.

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Jugendliche und online-Werbung im Social Web

Institut für Medienpädagogik legt zum Safer Internet Day Studie zum Umgang Jugendlicher mit online-Werbung vor: Teenager haben nur vage Vorstellungen von den kommerziellen Strukturen hinter einzelnen Internetangeboten. Gerade im Umgang mit online-Werbung fühlen sie sich oft hilflos. Dabei stehen kommerzielle Angebote im Mittelpunkt des Medienalltags der Jugendlichen. Die Vielfalt an Werbeformen steht ein unzureichendes Informationsangebot gegenüber. Basierend auf den Studienergebnissen wurden Materialien für Lehrer und pädagogische Fachkräfte entwickelt, die im alltäglichen Leben dabei helfen, Kinder und Jugendliche für einen bewussten Umgang mit sozialen Netzwerken und dem Internet im Allgemeinen zu sensibilisieren. In den Unterlagen finden sich ausgearbeitete Methodenbausteine ergänzt durch Hintergrundinformationen für die Verbraucherbildung zum Themenfeld Social Web.

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Weg von der politischen Daueraufgabe – hin zu Sonderprogrammen und Projektförderung

Berufs- und Wirtschaftspädagogik-Online legt Ausarbeitung zu den Forlgen der verstärkten Projektförderung in der Benachteiligtenförderung (BNF) vor: Die Berufliche Integrationsförderung ist seit 30 Jahren fester Bestandteil des Berufsbildungssystems. Die Bedeutung dieses Teils des Berufsbildungssystems hat sich in dieser Zeit, unter dem Einfluss von Arbeitsmarktreformen mehrfach verändert. Die letzten Reformen (Hartz-Reformen) hatten zur Folge, dass die Träger der beruflichen Integrationsförderung unter enormen wirtschaftlichen Druck gerieten. Viele engagierten sich zunehmend in der Umsetzung von Förderprogrammen und Projekten. Infolge dessen gibt es aktuell eine vergleichsweise überschaubare Zahl von gesetzlich normierten Förderangeboten, denen eine Vielzahl an Projekten und Förderkonzepten gegenübersteht. Kritiker sehen darin eine Ursache für die Diffusität und fehlende Systematik der Förderstruktur. Längst ist die projektförmige Durchführung von Fördermaßnahmen auch in der beruflichen Integrationsförderung zum Steuerungsprinzip geworden. Einerseits Innovationsmaßnahmen, andererseits Teil des Überlebenskampfes der Einrichtungen und Träger.

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