Autor: Silke Starke-Uekermann

Neue Potentiale erschließen

Das Berlin-Institut legt eine neue Studie zu Fortschritten und Stolpersteinen der Integration in Deutschland vor: Deutschland entwickelt sich langsam aber sicher zu einem modernen Einwanderungsland. Dennoch bleiben alte ungelöste Probleme der Integration. Viele der Migranten vererben ihren niedrigen Bildungsstand an ihre Kinder. Auch wenn diese höhere Bildungsabschlüsse als ihre Eltern erzielen, bleibt der Unterschied zur einheimischen Bevölkerung weiterhin sehr groß. Dabei gehören Mädchen und Frauen eher zu den Bildungs- und Integrationsgewinnern. Auch türkische Mädchen schließen die Schule deutlich häufiger mit einem Abitur ab, als die Jungen unter denen sich weitaus mehr Schulabbrecher befinden. Obwohl Deutschland auf den Zuwachs leistungsfähiger Zuwanderinnen und Zuwanderer angewiesen ist, um wirtschaftlich zu bestehen zu können, bleibt die Angst vor Armutszuwanderung, Überfremdung oder gar einer schleichenden Islamisierung. Auch wenn die Integration früherer Zuwanderinnen und Zuwanderer und ihrer Nachkommen Fortschritte erziehlt hat, vor allem durch Verbesserungen im Bildungsbereich, bleibt viel zu tun. Deutschland ist auf Zuwanderung angewiesen. eine „Willkommenskultur“ ist weniger als „Geschenk“ an die Migratnen zu verstehen, sondern zwingende Voraussetzung für Wohlstand und eine funktionierende Gemeinschaft.

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Förderschüler finden nur selten einen Ausbildungsplatz

So sieht Inklusion in der Berufsausbildung aus: Von den jährlich rund 50.000 Schulabgängern mit sonderpädagogischem Förderbedarf finden einer repräsentativen Unternehmensbefragung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zufolge nur etwa 3.500 einen betrieblichen Ausbildungsplatz. Gerade einmal jedes vierte ausbildungsberechtigte Unternehmen in Deutschland habe in den vergangenen fünf Jahren Erfahrungen mit Jugendlichen mit Behinderung gemacht. Immerhin: Knapp die Hälfte dieser Betriebe haben ihre Erfahrungen als durchweg positiv bewertet. Ihre Empfehlung: „Die Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderung einfacher machen und auszuprobieren.“

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Ausschreibung von Fördermitteln zur Integration junger Zuwanderinnen und Zuwanderer

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) schreibt im Auftrag des Bundesjugendministierums die Förderung von Projekten für junge Zuwanderinnen und Zuwanderer aus. Im Fokus der Projekte stehen die Förderung der Willkommenskultur für neu zugewanderte junge Menschen, vorwiegend aus Mittel- und Osteuropa sowie die Stärkung der Kompetenzen von jungen Migrantinnen und Migranten. Die Projekte setzen niedrigschwellig im Wohnumfeld an. Das BMFSFJ stellt für diese Projekte jährlich sechs Mio. Euro aus dem Kinder- und Jugendplan zur Verfügung. Die Projekte starten im Herbst 2015 mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren und einer Förderhöhe von bis zu 50.000 Euro. Anmeldeschluss ist der 31. Oktober 2014.

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Sanktionen Jugendlicher im Hartz IV-Bezug

Im Jahr 2013 wurden laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit rund eine Million neue Sanktionen gegenüber Menschen im Leistungsbezug des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (Hartz IV) verhängt. Mit 72 Prozent seien Meldeversäumnisse der häufigste Grund dafür gewesen, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. An zweiter Stelle folgte die Weigerung zur Aufnahme einer Arbeit, Ausbildung oder anderer Maßnahmen. Im Jahresdurchschnitt 2013 habe es demnach im Bestand rund 8.900 so genannte vollsanktionierte Personen gegeben, von denen rund 5.000 (56 Prozent) unter 25 Jahren waren. Die Bundesregierung betont, dass die Mitarbeiter der Jobcenter bemüht seien, die Leistungsberechtigten vor Meldeversäumnissen zu bewahren, unter anderem durch kostenlose SMS-Terminerinnerungen, von denen monatlich fast 500.000 verschickt würden. Auf Fragen wie das verschärfte Sanktionsinstrumentarium bei Jugendlichen zu begründen ist oder inwieweit die Sanktionspraxis ihren Zweck erfüllt, verweist die Bundesregierung auf die im Koalitionsvertrag verabredete Überprüfung der Sanktionspraxis bei U25.

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Analysen und Lösungsansätze zu den Passungsproblemen auf dem Ausbildungsmarkt

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) legt Analysen zu den wachsenden Passungsproblemen auf dem Ausbildungsmarkt vor: In jüngster Zeit haben sich nicht nur die ungenutzten Ausbildungsplatzangebote erhöht, sondern gleichzeitig ist die Zahl der Bewerber/-innen angestiegen, deren Ausbildungsplatzsuchende erfolglos blieb. Die Zahl der unbesetzten Plätze stieg auf 33.500. Die Zahl der erfolglos suchenden Bewerber/-innen vergrößerte sich auf 83.600. Ein Teil des wachsenden Versorgungs- und/oder Besetzungsproblems ist darauf zurückzuführen, dass sich die Relation zwischen der Zahl der betrieblichen Ausbildungsangebote und der Zahl der Nachfrager in einigen Regionen verschlechterte. Zudem wurde die öffentlich finanzierte außerbetriebliche Ausbildung abgebaut. Teilweise so stark, dass ein sinkendes betriebliches Angebot den Wegfall nicht kompensieren konnte. Hinzu kommt ein verändertes Berufswahlverhalten der Jugendlichen. Herrschen wenig nachgefragte Berufe in einer Region vor, läuft die Region Gefahr, dass Jugendlich diese verlassen. Ungeachtet einer möglichen quantitativen Versorgungsgrundlage.

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Kein „Weiter so“ auf dem Ausbildungsmarkt

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit nimmt die Veröffentlichung des Berufsbildungsberichtes zum Anlass, die aktuelle Lage am Ausbildungsmarkt unter Berücksichtigung der Aussagen im Koalitionsvertrag zu bewerten und Vorschläge vorzulegen, um die Übergangsgestaltung und die Ausbildungsmöglichkeiten junger Menschen, die auf dem Ausbildungsmarkt benachteiligt sind, zu verbessern. Ziel des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit ist es, dazu beizutragen, allen Jugendlichen eine Ausbildung und den erfolgreichen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu ermöglichen. Die Jugendsozialarbeit zeigt auf, wie Jugendliche besseren Zugang zu einer Berufsausbildung bekommen und bei Bedarf darin unterstützt und begleitet werden, die Anforderungen dieser Berufsausbildung zu bewältigen.

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Mit Christus Brücken bauen – gemeinsam aktiv gegen Jugendarmut

Die Vielfalt des kirchlichen Lebens und Engagements strahlt von Regensburg aus: Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) war mit dabei und präsentierte sich dort mit ihren Themen auf vielfälltige Weise. Im Kontext ihrer Initiative Jugend(ar)mut engagiert sich die BAG KJS seit mehreren Jahren in der Bekämpfung von Jugendarmut. Aus diesem Anlass wurde zum Katholikentag der „Monitor Jugendarmut in Deutschland 2014“ veröffentlicht, der im Zweijahresrhythmus aktuelles Zahlen- und Datenmaterial aufbereitet.

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Ungleiche Bildungschancen verstärken Armut

Der neue Monitor belegt: Keine Chancengerechtigkeit für Jugendliche bei Bildung und Ausbildung Jugendarmut betrifft in Deutschland vor allem junge Menschen mit niedrigem allgemeinen Schulabschluss und ohne Berufsausbildung. Dies ist die zentrale Erkenntnis des Monitors Jugendarmut 2014. Bildung ist der beste Schutz vor Armut, der Zugang zu ihr steht in Deutschland aber nicht jedem Menschen offen.

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