Autor: Silke Starke-Uekermann

Erst die stationäre Hilfe zur Erziehung und dann? Diskussionspapier zur Implementierung von „Leaving Care“

Während junge Frauen und Männer durchschnittlich ihr Elternhaus mit 24 oder 25 Jahren verlassen, müssen junge Menschen, die in stationären Einrichtungen oder Pflegefamilien aufgewachsen sind, den Schnitt in die Selbstständigkeit bereits mit 18 Jahren schaffen. Dabei sind ihre privaten Netzwerke meist weniger stabil und sie verfügen über geringere materielle Ressourcen. Die jungen Menschen, die die Jugendhilfeeinrichtung verlassen, bezeichnet man als Care Leaver. Aufgrund ihrer Ausgangssituation sind sie anfälliger für Wohnungslosigkeit, unterliegen einem erhöhten Armutsrisiko und haben meist größere Schwierigkeiten stabile Sozialbeziehungen aufzubauen. Deshalb benötigen die so genannten Care Leaver weiterhin Unterstützung und Hilfsangebote. Besonders die vielfältigen zu bewältigenden Übergänge rechtfertigen eine stärkere jugendpolitische Thematisierung. Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) erörtert in einem Diskussionspapier die Handlungsnotwendigkeiten und stellt Handlungsoptionen vor.

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Betriebe wollen ihre Ausbildungsplätze besetzen. Welche Strategien und Instrumente nutzen sie?

Seit einigen Jahren ist der Ausbildungsstellenmarkt dadurch gekennzeichnet, dass Betriebe und Jugendliche immer schwerer zueinander finden. Dennoch setzten Betriebe bei der Aquise eher auf tradionelle Instrumente. Im Vordergrund stehen das Betriebspraktikum und die Einschaltung der regionalen Arbeitsagentur. Die neuen Medien, also zum Beispiel Online-Stellenbörsen, Betriebs-Webseiten und soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter gehören bislang eher bei größeren Betrieben zum Standardangebot. Dies zeigen aktuelle Ergebnisse einer Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Das BIBB hat innerhalb seines „Qualifizierungspanels“ in einer repräsentativen Untersuchung rund 2.000 Betriebe befragt, mit welchen Strategien und Instrumenten sie sich auf die Suche nach neuen Auszubildenden begeben. Bei den direkten, persönlichen Akquisewegen setzen Unternehmen in erster Linie auf das Betriebspraktikum (71 %). Etwa jeder zweite Betrieb informiert gezielt seine Belegschaft über freie Ausbildungsplatzangebote, ein knappes Drittel präsentiert sich auf – in der Regel eintägigen – Schul- oder Messeveranstaltungen, und etwa jeder fünfte Betrieb bietet eine Einstiegsqualifizierung an.
Der am häufigsten eingeschlagene indirekte, das heißt breit streuende Weg, neue Auszubildende zu finden, führt über die örtliche Arbeitsagentur. Drei von vier Betrieben schalten ihre Vermittlungsdienste ein.

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Der Einfluss religiöser Prägung auf die Bildungslaufbahn

Der neue WZBrief Bildung beleuchtet die komplexe Beziehung von Religion und Bildung. Die Autoren Marcel Helbig und Torsten Schneider haben die Forschungsfrage „Beeinflusst die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft die Bildungslaufbahn?“ neu aufgerollt. Einige Phänomene weisen auf den Einfluss religiöser Prägungen hin: In der Regel sind Kinder einer christlichen Konfession, die in der Region eine Minderheit ist, erfolgreicher in der Schule. Auch Gottesdienstbesuche sind der Bildungskarriere förderlich. Aber die Bildungsarmut des katholischen Arbeitermädchens vom Lande hat es so nicht gegeben. Die Kunstfigur sollte die schlechteren Bildungschancen von Katholiken im Süden Deutschlands illustrieren. Dabei waren (und sind) die unterschiedlichen Bildungschancen auf die Sozialstruktur zurück zu führen und nicht auf die Konfession.

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