Angebote der Schulsozialarbeit und Jugendberufshilfe ausbauen

Anlässlich des Internationalen Tages der Jugend forderte IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit gleichberechtigte Bildungschancen für alle jungen Menschen. Dazu müssten Schulen ihre Lernkonzepte verbessern und die Politik verlässliche Unterstützungsangebote bereitstellen.

Der Verband weist darauf hin, dass der Bildungserfolg in Deutschland noch eng mit der sozialen Herkunft zusammenhänge. Die Zahl von Schülerinnen und Schülern, die die Schule ohne Abschluss verlassen, steige weiter an. Im Jahr 2015 hatten 47.435 Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen. „Hier müssen Schulen gegensteuern. Sie müssen individualisierte Lernkonzepte schaffen, die allen jungen Menschen Lernerfolge ermöglichen. Auch müssen Schüler/-innen an der Gestaltung der Schulen und des Unterrichtes aktiv beteiligt werden. Angebote der Kinder- und Jugendhilfe unterstützen diesen Prozess“, erklärt Marion Paar, Generalsekretärin von IN VIA Deutschland.

Auch der Berufseinstieg sei für junge Menschen mit weniger guten Schulabschlüssen schwierig, stellt der Verband fest. Laut Berufsbildungsbericht 2017 fanden mehr als 80.000 Bewerber/-innen keinen Ausbildungsplatz. Viele dieser jungen Menschen könnten mit Unterstützungsleistungen der Jugendberufshilfe doch noch einen Ausbildungsabschluss erreichen. IN VIA fordert daher bedarfsgerechte Angebote der Jugendberufshilfe für alle, die diese benötigen, abzusichern. Auch Angebote des Jugendwohnens fördern die Ausbildung junger Menschen, wenn diese fern von ihren Familien einen Ausbildungsplatz erhalten.“

Link: www.invia-deutschland.de

Quelle: IN VIA Deutschland

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