LISA – Lokale Initiativen zur Integration junger Spätaussiedler in Ausbildung und Beruf Förderwettbewerb der Robert-Bosch-Stiftung ” In Deutschland lebt eine große Zahl an Spätaussiedlern. Ihre soziale und kulturelle Identität als Russlanddeutsche ist stark durch ihre Herkunftsländer geprägt. Ihre erfolgreiche Integration ist eine wichtige Aufgabe der Bürgergesellschaft. Dabei kommt den Städten und Gemeinden eine zentrale Rolle zu. Eine stärkere Teilnahme von russischsprachigen Jugendlichen an Bildung und Ausbildung und ein erfolgreicher Übergang in den Beruf ist zentrale Voraussetzung für gelingende Integration. In den Kommunen müssen dafür Konzepte entwickelt und Ressourcen mobilisiert werden. Dafür sind bereits zahlreiche lokale Integrationsnetzwerke entstanden. Ziel des Förderwettbewerbs ist es, positive Beispiele aktivierender lokaler Praxis in Berufsorientierung und Ausbildung zu stärken und zu verbreiten. Junge Spätaussiedler sollen dabei unterstützt werden, ihr Potential und ihre Kompetenzen noch erfolgreicher für sich und die Gesellschaft einzubringen. Es werden Initiativen von bis zu zehn lokalen Netzwerken für zwei Jahre gefördert. Dafür stehen insgesamt bis zu 800.000 Euro zur Verfügung. Die geförderten Netzwerke erhalten zusätzlich Beratung und Fortbildung. Wer kann sich bewerben? Bewerben können sich Netzwerke in Kommunen und Landkreisen (unter 300.000 Einwohnern), in denen die Gruppe der Spätaussiedler unter den Zuwanderern nachweislich einen besonderen Schwerpunkt bildet. Unter „Netzwerken“ versteht die Robert Bosch Stiftung Bündnisse von mehreren Partnern, in unterschiedlichen Organisationsformen, die sich in öffentlicher oder freier Trägerschaft befinden. Welche Vorhaben können gefördert werden? LISA fördert praktische Initiativen zur Berufsorientierung und Berufsvorbereitung junger Spätaussiedler, zur Identifizierung geeigneter Ausbildungsprofile und zur Begleitung beim Übergang in den Beruf. Diese Initiativen sollen lokal abgestimmte Vorhaben beinhalten und wichtige Akteure im Gemeinwesen, aber auch Gruppen Gleichaltriger und Eltern einbeziehen. Die Teilnahme von Jugendlichen anderer Herkunft ist erwünscht, wenn dies zum Projekterfolg beiträgt. Gesucht werden innovative Projektvorschläge, die junge Spätaussiedler in ihrer Selbstverantwortung stärken den Erwerb der deutschen Sprache unterstützen und die Ausbildungsfähigkeit junger Spätaussiedler erhöhen die besonderen Kompetenzen junger Spätaussiedler fördern über Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten informieren und erfolgreiche Biographien vorstellen Lehrer und Ausbilder für die Arbeit mit Spätaussiedlern qualifizieren die Bereitschaft von Ausbildungsbetrieben erhöhen, Spätaussiedler aufzunehmen. Die Vorhaben sollen praxiswirksam und nachhaltig angelegt sein und Spätaussiedler aktiv in die Planung und Durchführung einbeziehen. Die Finanzierung von Ausbildungsplätzen, Standardberatungsangeboten oder Integrationskursen gemäß Zuwanderungsgesetz ist nicht möglich. Wie erfolgt die Bewerbung? Das Bewerbungsverfahren ist zweistufig: 1) Interessenten reichen ein Bewerbungsformular mit einem Kurzkonzept ein. Eine Stellungnahme der Kommune ist beizufügen: Einsendeschluß für die Bewerbung ist der 31. August 2005. … 2) Aus allen Bewerbungen werden bis zu 20 Initiativen ausgewählt, die im Oktober 2005 zu einer ausführlichen Antragstellung eingeladen werden. Der ausführliche Projektantrag ist Grundlage zur Förderentscheidung, über die bis zum 28.02.2006 informiert wird. Die Auswahl erfolgt durch eine unabhängige Jury.” Bewerbungsformulare sowie wichtige Informationen zur Bewerbung sind ab 15.06.2005 unter www.bosch-stiftung.de/lisa verfügbar. Weitere Informationen: Robert Bosch Stiftung GmbH, Viola Seeger, Telefon: 0711 /46084-48, E-Mail: viola.seeger@bosch-stiftung.de

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