Gesamtbericht über die Tätigkeit der Europäischen Union 2004 veröffentlicht Auszug aus dem Gesamtbericht 2004 – Kapitel XIV, Bildung und Kultur: ” Das Jahr 2004, in dem in Athen die ersten Olympischen Spiele des 21. Jahrhunderts auf europäischem Boden stattfanden, war das „Europäische Jahr der Erziehung durch Sport“ die Union wollte damit deutlich machen, welch zentrale Rolle der Sport neben zahlreichen anderen Maßnahmen bei der Bekämpfung verschiedenster Formen der Diskriminierung spielt. Ein ähnliches Anliegen verfolgte die Kommission mit ihrer Absicht, die europäische Kultur und Vielfalt in Bereichen fördern zu wollen, in denen die Bürgerinnen und Bürger in den Integrationsprozess eingebunden werden: Jugend, Kultur, audiovisueller Bereich, staatsbürgerliches Engagement usw. Im Zuge ihrer Vorbereitungen für die Finanzielle Vorausschau 2007-2013 schlug die Kommission ein Bündel neuer Bildungs- und Kulturprogramme bzw. -instrumente vor, die ganz verschiedene Aspekte betrafen: ein Programm für Mobilität und Zusammenarbeit in der allgemeinen und beruflichen Bildung im Rahmen des lebensbegleitenden Lernens (Zusammenlegung der bisherigen Programme Sokrates, Leonardo da Vinci und eLearning) ein neues Programm „Jugend in Aktion“ … Auf der Grundlage der Kommissionsmitteilung vom November 2003 nahm der Rat am 26. Februar 2004 den ersten gemeinsamen Bericht von Rat und Kommission über die Umsetzung der Strategie von Lissabon in der allgemeinen und beruflichen Bildung an und leitete ihn an den Europäischen Rat zwecks Vorlage auf dessen Frühjahrstagung weiter. Die Fortschritte, die bei der Umsetzung der Ratsentschließung vom November 2002 erzielt worden sind, sowie die Kopenhagener Erklärung über die verstärkte europäische Zusammenarbeit im Bereich der beruflichen Bildung mündeten im Jahr 2004 auf Ratsebene in Schlussfolgerungen über die Anerkennung von nichtformalen und informellen Bildungsleistungen sowie über die Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung des Weiteren verabschiedete der Rat eine Entschließung über die lebenslange Beratung. Am 14. Dezember fand in Maastricht eine Ministerkonferenz mit den Sozialpartnern statt. Ergebnis waren die Bestätigung und Vervollständigung der Prioritäten der Kopenhagener Erklärung. Die Kommission zog eine Bilanz der Aktivitäten, die seit 2002 im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit im Jugendbereich stattgefunden haben, welche ihrerseits aufgrund des Weißbuchs „Jugend“ von 2001 zustande gekommen war, und schlug gemeinsame Ziele für ehrenamtliche Betätigungen sowie für ein besseres Kennenlernen und Verstehen der Jugend vor. Der Rat änderte die Verordnung über die Errichtung eines Europäischen Zentrums für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop) mit dem Ziel, Aufbau und Arbeitsweise des Zentrums zu rationalisieren, seine Effizienz zu steigern und die Kontinuität seiner Arbeit in der erweiterten Europäischen Union zu gewährleisten. Zugleich verlängerten das Europäische Parlament und der Rat die Beteiligung der Gemeinschaft an der Europäischen audiovisuellen Stelle bis Ende 2006. … Arbeitsschwerpunkte Der erste gemeinsame Bericht von Rat und Kommission über die Umsetzung der Lissabon-Strategie im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung wurde vom Rat im Februar angenommen und dem Europäischen Rat auf dessen Frühjahrstagung vorgelegt. In diesem Bericht („Allgemeine und berufliche Bildung 2010“) werden die Dringlichkeit von Reformen für den Erfolg der Lissabon-Strategie unterstrichen und drei Handlungsschwerpunkte genannt: Investitionen in die Humanressourcen, lebenslanges Lernen zu einer Realität werden lassen, Schaffung eines europäischen Rahmens für Qualifikationen und Fähigkeiten (Europass). Dem Europäischen Rat soll alle zwei Jahre ein Bericht über die Fortschritte vorgelegt werden. Die Kommission schlug im Rahmen der „Finanziellen Vorausschau 2007-2013“ eine neue Programmgeneration in den Bereichen Bildung, Jugend, Kultur und audiovisuelle Medien vor. Sie sollen die gegenwärtigen Programme ablösen und zur Erreichung des Ziels von Lissabon beitragen, wonach die Union bis 2010 der wettbewerbsfähigste und dynamischste wissensbasierte Wirtschaftsraum in der Welt werden soll. Im Einzelnen ist Folgendes vorgesehen: Das Aktionsprogramm im Bereich der lebenslangen allgemeinen und beruflichen Bildung soll zur Verbesserung der Bildungssysteme beitragen. Es wird vier Teilprogramme umfassen: Comenius (Schulbildung), Erasmus (Hochschulbildung), Leonaro da Vinci (berufliche Bildung) und Grundtvig (Erwachsenenbildung). Das Programm „Jugend in Aktion“ zielt darauf ab, bei jungen Menschen im Alter zwischen 13 und 30 das persönliche Verantwortungsbewusstsein, den Unternehmungsgeist, die Solidarität, das staatsbürgerliche Denken und das aktive Engagement auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene zu fördern. Das Programm soll außerdem dazu beitragen, die Verfahren zur Unterstützung von Aktivitäten junger Menschen zu verbessern. Es wird auch Drittländern offen stehen. …”

Der
gesamte
Bericht
ist
unter
http://europa.eu.int/abc/doc/off/rg/de/welcome.htm
einsehbar

Quelle: http://europa.eu.int/abc/doc/off/rg/de/2004/rg28.htm