Veröffentlichung: Gender Mainstreaming – Umsetzung für Dienststellen und Organisationen

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Veröffentlichung: Gender Mainstreaming – Umsetzung für Dienststellen und Organisationen Vorträge und Materialien aus der gleichnamigen Tagung der BAG Katholische Jugendsozialarbeit in Zusammenarbeit mit der BAG Evangelische Jugendsozialarbeit vom Juli 2004 in Kassel ” „Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.’ Gender Mainstreaming ist ein Auftrag sowohl an die Spitze einer Organisation oder einer Verwaltung, als auch an die Beschäftigten. Das Ziel dabei ist es, Benachteiligungen und Diskriminierungen von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen abzubauen und die Gleichstellung der Geschlechter langfristig zu erreichen. Im Jahre 2000 wurde Gender Mainstreaming von der Bundesregierung als Leitprinzip aufgenommen und in die KJP-Richtlinien eingearbeitet. Seit dem Jahre 2002 ist die Arbeit nach diesem Leitprinzip Voraussetzung für die Förderung nach dem KJP. Viele Organisationen und Dienststellen in der Jugendsozialarbeit haben erste Schritte für die Umsetzung von Gender Mainstreaming unternommen. Eine nachhaltige Implementierung von Gender Mainstreaming benötigt Zeit, Ressourcen, Motivation, Ausdauer und vor allem Wissen. Wissen über Geschlechterungerechtigkeiten und Diskriminierungen Wissen über Vorgehensweisen, Methoden und Analysetechniken für den Umsetzungsprozess, aber auch Wissen um die Vorteile und das Innovationspotential von Gender Mainstreaming für die Arbeit und den Erfolg einer Organisation oder Dienststelle. Um Wissen zu bündeln und verfügbar zu machen, haben wir uns entschlossen, die Fachbeiträge und Referate, gehalten bei einer gemeinsamen Fachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) im Juli 2004 zum Thema „Gender Mainstreaming – Umsetzung für Dienststellen und Organisationen“, in unserer „ASPEKTE“-Reihe zu publizieren. Sie sollen als weitere Anregung und Hilfestellung für die vielgestaltigen Implementierungsprozesse von Gender Mainstreaming im Bereich der Jugendsozialarbeit dienen. In diesem Heft haben wir Beiträge aus unterschiedlichen Fachbereichen, Organisationen und Disziplinen zusammengestellt. Mit dieser breiten Auswahl wird die Übertragbarkeit der verschiedenen Herangehensweisen und Methoden deutlich. Hierbei wird gleichsam die Vielfältigkeit und Kreativität bei den Umsetzungsschritten anschaulich und praktisch nachvollziehbar. Illustriert wird dadurch auch, dass es nicht den „einen richtigen“ Weg der Implementierung gibt, sondern dass es viele unterschiedliche, den Anforderungen und Eigenheiten der Organisationen entsprechende, Wege und Umsetzungsstrategien geben muss. Zum Einstieg bietet dieses „ASPEKTE“-Heft eine Einführung zum Thema Gender Mainstreaming. Umsetzungsbeispiele aus der Verwaltung des Landes Sachsen-Anhalt werden von der dortigen Landesbeauftragten für Gleichstellung und Frauenpolitik Frau Isolde Hofmann vorgestellt. Interessant und hilfreich dabei ist vor allem, dass das Land Sachsen-Anhalt auf eine mehrjährige Erfahrung beim Umsetzungsprozess zurückblicken kann und deshalb aus der praktischen Erfahrung heraus sowohl auf Hemmnisse als auch auf erfolgreiche Strategien bei der Implementierung von Gender Mainstreaming hinweisen kann. Elise Bohlen präsentiert die ersten Implementierungsschritte von Gender Mainstreaming bei IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit e.V. Dies ist insofern von besonderem Interesse, da es sich bei IN VIA um einen explizit auf Mädchen und Frauen ausgerichteten Verband handelt. Das Gender Mainstreaming-Konzept der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung wird von Heike Schlottau präsentiert. Es bietet Einblick in einen konkreten Umsetzungsprozess, der mit der Formulierung von Leitbildern und Zielen beginnt. Ganz praktisch wird dann die Evaluation von Veranstaltungen nach Gender Mainstreaming-Gesichtspunkten und deren Auswertung aufgezeigt. Die Befragung von Mitarbeitenden dient als Grundlage für weitere Handlungsschritte. Aus diesen Gründen erscheint uns dieses Beispiel als praktische Unterstützung für andere Organisationen sehr geeignet. Gremiensitzungen sind vielerorts unter Gender Mainstreaming-Gesichtspunkten noch ein unbeackertes Feld. Gerade Dienststellen und Organisationen haben häufig mit dieser Arbeitsweise zu tun. Diesem Themenbereich widmet sich die Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit. Sie hat hierfür einen Fragebogen entwickelt, der sowohl als Reflexionshilfe als auch als konkrete Anregung für die Weiterentwicklung von Gremiensitzungen dienen kann. Das Angebot von Gender Trainings ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Als ein wichtiges Mittel zur Implementierung von Gender Mainstreaming ist es mittlerweile unumstritten. Was ist jedoch bei der Vielzahl der Angebote zu beachten und was kann von einem Gender-Training erwartet werden? Heide Trommer, Gender-Trainerin, stellt Ziele, Inhalte, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen von Gender-Trainings vor. Sie geht auch auf deren Grenzen und Qualitätsmerkmale ein und bietet daher ein hilfreiches Instrumentarium für die Auswahl und Einordnung verschiedener Angebote in diesem Bereich. Im Anschluss daran präsentiert sie beispielhaft einige konkrete Methoden aus Gender-Trainings. Gender Mainstreaming ist auch Querschnittsaufgabe im Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP). Frau Marianne Biehl aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) berichtet über Erfahrungen mit den KJP-Sachberichten und gibt Empfehlungen zum Umgang mit dem Thema.”  Aus dem Inhalt: Gender Mainstreaming – Grundidee, Rahmenbedingungen, Umsetzungsmethoden, Isolde Hofmann Implementierung von Gender Mainstreaming in der Landesverwaltung Sachsen-Anhalt – Hemmnisse und Erfolge, Isolde Hofmann     Gender Mainstreaming bei IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit e.V. – Auf dem Weg zur Realisierung, Elise Bohlen           Gender Mainstreaming – Positionierung des Vorstandes, IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit – Deutscher Verband e.V.           „Gender Mainstreaming in der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftliche Jugendbildung – Konzept, Evaluation von Veranstaltungen und Befragung von Mitarbeitenden,  Heike Schlottau   Umsetzung von Gender Mainstreaming in den Gremien der BAG Jugendsozialarbeit: Ein Fragebogen BAG Jugendsozialarbeit         Gender Trainings – Ein Baustein bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming, Heide Trommer           Praxistipps zur Umsetzung von Gender Mainstreaming – Übungen und Checklisten, Heide Trommer   Erfahrungen und Empfehlungen zum Thema Gender Mainstreaming in den KJP-Sachberichten, Marianne Biehl” Informationen: Aspekte 56, Herausgeber BAG Katholische Jugendsozialarbeit, www.bagkjs.de

Quelle: 

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