Bundesfachtagung: Niemanden zurücklassen. – Integration durch Schulsozialarbeit an Ganztagsschulen Termin / Ort: 27. – 28. September 2005 / Recklinghausen Veranstalter: Kooperationsverbund Schulsozialarbeit / Stadt Recklinghausen ” Durch den Ausbau von Ganztagsschulen weitet sich das Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit aus. Ganztagsschulen brauchen, mehr noch als Halbtagsschulen, sozialpädagogische Fachkräfte. In den nächsten Monaten werden Weichen gestellt: gelingt es, Schulsozialarbeit auf Dauer qualifiziert zu etablieren oder wird der Ganztagsbetrieb „Schule mit Suppenküche“ mit möglichst billigem, flexiblem Personaleinsatz? Neben Hessen kann NRW als „Ursprungsland“ der Schulsozialarbeit bezeichnet werden. Hier gab es schon in den 70er Jahren die ersten Modellversuche an Gesamtschulen, die sich bald über das ganze Land ausweiteten. Mittlerweile ist Schulsozialarbeit bundesweit an allen Schularten vorhanden, wenn auch bei weitem nicht an jeder Schule. Auch die konzeptionelle Einbindung, die Trägerschaft und die arbeitsrechtlichen Konstrukte sind uneinheitlich, oft schlecht abgesichert und instabil. Wenn Stellen gestrichen oder die Arbeitsbedingungen verschlechtert werden, betrifft es zumeist die Schulsozialarbeit. Seit ca. fünf Jahren gibt es eine intensive fachpolitische Diskussion über eine verbesserte Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule. Im Juni 2004 haben die Kultus- und Jugendminister gemeinsame Vorhaben und Arbeitsfelder der Zusammenarbeit in einem Beschluss beschrieben. Hieraus ergeben sich auch Hinweise für die Weiterentwicklung, Verstetigung und Intensivierung der Schulsozialarbeit. Die Bundesfachtagung will, aufbauend auf den Erfahrungen der langen Schulsozialarbeitsgeschichte in NRW und unter Einbeziehung von Erfahrungen aus anderen Bundesländern, die verschiedenen pädagogischen Konzepte diskutieren, ihre Wirksamkeit hinsichtlich des Anspruch der Integration Benachteiligter prüfen, Standards von strukturellen Rahmenbedingungen formulieren, das Verhältnis von Lehrkräften und Sozialpädagog/innen reflektieren, und schließlich pädagogische Reformen unter dem Gesichtspunkt vorantreiben, wie schulische Pädagogik in Kooperation von Jugendhilfe und Schule so weiterentwickelt werden kann, dass Kindern und Jugendlichen erfolgreiche Bildungsprozesse ermöglicht werden.” Aus dem Programm: “Dienstag, den 27. September 2005 … 14.30 Uhr Grundsatzvortrag: „Bildung und Jugendhilfe“ Prof. Dr. Thomas Rauschenbach (Deutsches Jugendinstitut München) 16.00 Uhr Foren zu Grundsatzfragen: Bildungsplanung: Kommunen auf dem Weg zu einem Gesamtsystem von Bildung, Erziehung und Betreuung Soziale Stadt: Vernetzung von Schule, Jugendhilfe und Quartiersmanagement Professionalität: Anforderungsprofil, Berufsbild und Ausbildung von Schulsozialarbeiter/innen Niemanden zurücklassen. Europa: Modelle von Ganztagsschule, Schulsozialarbeit und der Vernetzung von Jugendhilfe und Schule. Ganztagsschule: Impulse für eine neue Lehr- und Lernkultur … Mittwoch, den 28. September 2005 9.00 Uhr Arbeitsgruppen und Hospitationen: Es werden 10 Arbeitgruppen von je 90 Minuten angeboten, in denen anhand von Praxisbeispielen die Themen der Foren vertiefend diskutiert werden können. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Frage der Förderung und Integration Benachteiligter. Exkursionen zu Schulen in Recklinghausen und Gelsenkirchen ermöglichen Einblicke in die Praxis vor Ort. … Thema: „Was ich zur Entwicklung der Schulsozialarbeit und der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule beitragen kann“ Vertreter/innen aus der Kommunal- und Landespolitik, der Träger, der Gewerkschaft, der Schulleitung, dem Jugendamt werden eingeladen, darzustellen, wie sie sich dafür einsetzen, dass der Ausbau von Schulsozialarbeit und die Vernetzung von Jugendhilfe und Schule sowie die Ganztagsschulentwicklung vorangehen. …” ” In Zusammenarbeit mit der Stadt Recklinghausen bietet der Kooperationsverbund Schulsozialarbeit, zu dem auch IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit gehört, eine Bundesfachtagung mit dem Thema „Niemanden zurücklassen. Integration durch Schulsozialarbeit an Ganztagsschulen“ an. Neben einem Grundsatzvortrag „Bildung und Jugendhilfe“ werden Foren zu Grundsatzfragen (Bildungsplanung, Soziale Stadt, Professionalität, Europa, Ganztagsschule) mit entsprechenden Arbeitsgruppen zur Vertiefung sowie Hospitationen in Schulen angeboten. ” – Fly-RH.pdf

Quelle: 

Dokumente: Fly_RH.pdf