In ihrer Mitteilung vom September 2007 unterstreicht die Kommission die Notwendigkeit, auf EU-Ebene und in den Mitgliedstaaten mehr und früher in die Erziehung und die Gesundheit der jungen Menschen zu investieren und den Übergang von der Ausbildung in den Beruf zu erleichtern. Betont wird auch, wie wichtig es ist, junge Menschen stärker in das staatsbürgerliche Leben und in die Gesellschaft als Ganzes einzubeziehen. Vladimír Špidla, Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit: „Wir müssen die paradoxe Situation auflösen, dass in der EU einerseits Fachkräftemangel herrscht und andererseits viel zu viele junge Menschen arbeitslos sind – ist doch unter ihnen die Arbeitslosenquote doppelt so hoch wie insgesamt. Wir müssen stärker darauf achten, eine integrative Gesellschaft aufzubauen, in der kein Kind und kein Jugendlicher ausgegrenzt bleibt.‘ Der Übergang von der Schule in den Beruf ist komplizierter geworden. Die Hälfte der heutigen Arbeitsplätze stellen sehr hohe Qualifikationsanforderungen, und für die anderen benötigt man vielfältigere Fähigkeiten als früher. Etwa ein Viertel der europäischen Jugendlichen verfügen nicht über die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie brauchen, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Bildung und Beschäftigungschancen müssen verbessert werden. Gleichzeitig ist aber auch die Freiwilligenarbeit wichtig, damit sich junge Menschen aktiv gesellschaftlich engagieren. Die Kommission unterstreicht die Notwendigkeit, mehr – und so früh wie möglich – in junge Menschen zu investieren, nicht nur finanziell, sondern auch politisch und gesellschaftlich, durch die Familien, durch NGOs, Lehrkräfte und Arbeitgeber. Die Mitteilung der Kommission stützt sich auf eine von ihr durchgeführte Konsultation des Europäischen Jugendforums und wird als Grundlage für die künftige stärkere Koordinierung der Jugendpolitik in der EU dienen.