Bürgerarbeit: Was steht im Vordergrund? Existenzsichernde Beschäftigung oder schnell raus aus der Statistik?

Laut Bundesregierung gibt es keine Belege dafür, dass die Jobcenter beim Modellprojekt „Bürgerarbeit“ stärker auf eine schnelle Integration als auf eine existenzsichernde Beschäftigung der Teilnehmer abzielen. Ziel des Programmes sei vielmehr, arbeitsmarktferne Kunden in sozialversicherungspflichtige Jobs zu integrieren, betont die Regierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit seien die Teilnehmer umso häufiger in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, je länger ihre Teilnahme an diesem Modellprojekt zurückliegt. So seien von den Teilnehmern des ersten Jahrgangs (bis Juni 2011) im Monat nach Ende des Projekts 22,1 Prozent sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen. Bei denjenigen, bei denen die Maßnahme 18 Monate zurücklag, seien es bereits 45,2 Prozent gewesen, schreibt die Regierung und zieht damit eine positive Zwischenbilanz.“

Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage in vollem Textumfang entnehmen Sie bitte dem Anhang.

Quelle: Pressedienst des Deutschen Bundestages

Dokumente: Zwischenbilanz_Buergerarbeit_1800167.pdf

Ähnliche Artikel

Standpunkt zum Reformgesetz der Kinder- und Jugendhilfe

Das Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz (KJHSRG) steht vor der parlamentarischen Beratung. Der Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit hat zum Gesetz (KJHSRG) einen klaren Standpunkt (im Wortlaut):

Sozialstaat reformieren, Armut bekämpfen

Eine neue Studie des ifo-Instituts im Auftrag des AWO Bundesverbandes zeigt: Eine Zusammenführung von Sozialleistungen kann so gestaltet werden, dass Armutsrisiken sinken – insbesondere für

Zum Inhalt springen