Überschuldung: Beratungsstellen schlagen Alarm

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Share on pocket
Share on telegram

Im Frühjahr 2022 verzeichneten die gemeinnützigen Schuldnerberatungsstellen in Deutschland im Vergleich zum Spätsommer 2021 einen deutlichen Anstieg bei der Nachfrage nach Beratung. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV). Laut Umfrage hatte mehr als die Hälfte der Beratungsstellen im Frühjahr 2022 zwischen zehn und 30 Prozent mehr Anfragen als im Sommer 2021; 32 Prozent gaben im ersten Quartal dieses Jahres eine erhöhte Nachfrage nach Beratung zu Miet- und Energieschulden an (Sommer 2021: 28,5 Prozent). Durch die Corona-Krise und rasch steigende Lebenshaltungskosten seien immer mehr Menschen in finanzielle Not geraten. Beratungsstellen fordern deshalb mehr Investitionen in die Vorsorge sowie einen kostenlosen Zugang zur Beratung ohne Einschränkungen in jeder Kommune. Bislang steht eine kostenlose Beratung nur Menschen offen, die Sozialleistungen beziehen. Von Überschuldung bedroht sind vor allem Menschen ohne finanzielles Polster, wie etwa Geringverdiener, Rentner*innen, Solo-Selbstständige oder Studierende. Der Deutsche Caritasverband fordert neben einer „begleitenden Nachsorge“ auch digitale Beratungen auszubauen, die insbesondere von jüngeren Menschen genutzt würden. Laut AG SBV sind in Deutschland mehr als 6 Millionen Menschen überschuldet. 

Quelle: Deutscher Caritasverband; Diakonie Deutschland; epd; AG SBV 

Ähnliche Artikel

Bunte Puzzleteile in Form von menschlichen Figuren bilden einen Kreis.

Erklärung: Inklusion muss weitergehen

Inklusion im Verständnis der Katholischen Jugendsozialarbeit heißt: Alle jungen Menschen haben ein Recht auf Teilhabe in allen Lebensbereichen. Inklusion erfordert einen gesellschaftlichen Paradigmen­wechsel, der die

Ziele „grüner“ Kinder- und Jugendpolitik

Zum ersten Mal stellen Bündnis 90/die Grünen die Leitung des Bundesfamilienministeriums – was zeichnet „grüne“ Jugendpolitik aus? Tom Urig, Sprecher des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit, wollte vom

Skip to content