Suchmaschinen-Filter schützen nicht vor jugendgefährdenden Inhalten

Die Filtermechanismen der Suchmaschinen Google und Bing schützen einem Bericht der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zufolge nicht vor allen jugendgefährdenden Inhalten. Lediglich pornografische Inhalte würden zuverlässig gefiltert. Suchtreffer aus den Bereichen Gewalt, Selbstgefährdung oder Extremismus würden hingegen weitgehend unverändert angezeigt. Unter anderem seien Websites zu finden, auf denen der Holocaust geleugnet wird. Bei Bing zeigten die Suchergebnisse allgemein drastischere rechtsextreme Inhalte. Mit aktiver Jugendschutz-Funktion würden bei dem Anbieter lediglich pornografische Inhalte mit thematischem Bezug zum Rechtsextremismus herausgefiltert. Bei beiden Suchmaschinen seien zudem verherrlichende Darstellungen von abgemagerten Körpern oder Anleitungen zum krankhaften Abnehmen auch bei aktivem Filter zu finden. Darüber hinaus reagiere keiner der Dienste bei einschlägigen Suchbegriffen mit einer Warnung oder einem Hinweis auf Hilfsangebote. Der Bericht wurde von jugendschutz.net, einem Kompetenzzentrum von Bund und Ländern, im Auftrag der KJM verfasst.

Quelle: epd

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