In Mecklenburg-Vorpommern ist im Jahr 2017 der Anteil von Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Die Quote der Mädchen und Jungen ohne Berufsreife lag bei 8,7 Prozent. Nach einem vorübergehenden Anstieg auf 9,2 Prozent im Jahr 2016 ging sie damit wieder leicht zurück. In den Jahren 2015 und 2014 lag der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss bei 8,4 Prozent. Im Jahr 2008 waren es noch 15,8 Prozent.

Für Landesbildungsministerin Birgit Hesse bestätigen die aktuellen Zahlen den Erfolg des freiwilligen 10. Schuljahres an Förderschulen. Für Hesse ist dieses zusätzliche Schuljahr ein Beitrag zur Chancengleichheit. Die Erfolgsquote lag im Jahr 2017 bei 91 Prozent.

Das freiwillige 10. Schuljahr an Förderschulen ist neben 9+ und dem Produktiven Lernen eines der zusätzlichen Angebote, mit denen Schülerinnen und Schüler die Berufsreife erlangen können. Ziel der Landesregierung ist es, die Zahl der Mädchen und Jungen ohne Schulabschluss so gering wie möglich zu halten. Die Berufsreife ist vergleichbar mit einem Hauptschulabschluss in anderen Bundesländern. Für die Landesministerin Hesse bietet sich Jugendlichen mit der Berufsreife und der mittleren Reife eine gute Perspektive auf dem Ausbildungsmarkt. In Mecklenburg-Vorpommern seien die Unternehmen auf Jugendliche angewiesen, die eine duale Ausbildung anstreben. Es gäbe viele attraktive Lehrstellen.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur – Mecklenburg-Vorpommern