Diskriminierung ist ein komplexes und erschreckend häufiges Phänomen. Eine repräsentative Untersuchung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes stellt 2016 fest, dass etwa jeder dritte in Deutschland lebende Mensch in den vorangegangenen zwei Jahren Diskriminierung erfahren hatte. Davon macht auch das Handlungsfeld der sozialen Arbeit keine Ausnahme. Soziale Einrichtungen öffnen sich immer stärker der Pluralität und Vielfalt der Lebenswelten. Es wird deshalb auch für diesen Bereich zunehmend wichtiger, sich mit dem Thema Diskriminierung zu beschäftigen. Denn obwohl die Soziale Arbeit auf Emanzipation und Gleichstellung zielen sollte, kommt es auch hier zu Ausgrenzung und Benachteiligung. Sie nehmen im Arbeitsalltag die verschiedensten Formen an und werden in der Hektik des Arbeitsalltages oft schlicht nicht wahrgenommen. Denn nicht immer sind sie beabsichtigt.  Mit der neuen Broschüre „Diskriminierung in sozialen Einrichtungen paritätisch entgegentreten!“ wollen die paritätischen Landesverbände Brandenburg, Thüringen und Schleswig-Holstein für das Thema Diskriminierung in der sozialen Arbeit sensibilisieren.

Anhand einer Vielzahl von Beispielen wird darauf eingegangen, dass in der Sozialen Arbeit durchaus Benachteiligungen auftreten und welche Möglichkeiten es gibt, diese zu vermeiden oder zu unterbinden. Die Broschüre, die mit Unterstützung des Bundesprogramms “Zusammenhalt durch Teilhabe” entstanden ist, soll dazu anregen, das eigene Verhalten zu reflektieren und sich gegen Diskriminierung zu wehren.

In thematischen Blöcken werden unterschiedliche Aspekte der Diskriminierung erläutert und umfassende Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Im Fokus stehen dabei gesetzliche Grundlagen, die Schaffung einer benachteiligungsfreien Arbeitsatmosphäre und Strategien, mit denen gegen Diskriminierung in Alltagszusammenhängen entgegengewirkt werden kann.

Die Broschüre steht Ihnen als Download zur Verfügung. Die Druckversion bestellen Sie bei gabi.jaschke@paritaet-brb.de

Quelle: Paritätischer Gesamtverband