Mehr Auszubildende, Schülerinnen und Schüler sowie Fachkräfte im Bildungs- und Jugendbereich sollen durch einen Auslandsaufenthalt wertvolle Lernerfahrungen sammeln können. Das europäische Förderprogramm soll aufgestockt werden, aber auch das Bundesbildungsministerium investiert.

Mittel für Erasmus+ verdoppeln

Die Verdoppelung der finanziellen Mittel für das EU-Bildungs- und Jugendprogramm Erasmus+ ab 2020 wurde von der EU-Kommission vorgeschlagen und vom Europäischen Parlament beschlossen. Dies würde, falls die Mitgliedsländer ebenfalls zustimmen, noch mehr jungen Menschen in Einrichtungen der beruflichen Bildung und in der betrieblichen Ausbildung die Möglichkeit geben, wichtige internationale Erfahrungen in anderen Ländern Europas zu sammeln. Das gleiche gilt für die Fachkräfte und Ausbildende in der beruflichen Bildung. Die nächste Frist für Projektanträge unter Erasmus+ (Berufliche Bildung und Jugendbereich) ist der 5. Februar 2019. ( https://www.na-bibb.de/erasmus-berufsbildung/mobilitaet/antragsverfahren/  und   https://www.jugend-in-aktion.de/ueber-das-programm/erasmus-plus-jugend-in-aktion/ )

Auslandsaufenthalte fördern, die nicht durch Erasmus+ abgedeckt sind

Das Bundesbildungsministerium ist noch einen Schritt weiter gegangen und fördert seit 2017 Auslandsaufenthalte bzw. berufliche Praktika für Auszubildende und Ausbildende in den Ländern, die nicht durch das Programm Erasmus+ abgedeckt sind. Es sind Auslandsaufenthalte von 3 Wochen bis 3 Monaten für Auszubildende und für Ausbildende/Fachkräfte von 2 Tagen bis 2 Wochen förderfähig. Leider beschränkt sich die Förderung auf Auszubildende mit Ausbildungsvertrag (nach BBiG, HWO oder Bundesrecht), die für die Jugendsozialarbeit wichtige Zielgruppe von jungen Menschen in der Berufsvorbereitung, fallen nicht unter die Förderbedingungen. Nächste Antragsfrist ist der 14. Februar 2019. Mehr Infos dazu erhalten Sie unter  https://www.ausbildung-weltweit.de/de/ueber-ausbildungweltweit.html  und
https://www.go-ibs.de/fileadmin/user_upload/Dateien-vom-Altsystem/Ausbildung_weltweit/Steckbrief_AusbildungWeltweit.pdf.

Quelle: BMBF; Alexander Hauser – Fachreferent Jugendsozialarbeit & Europa im Netzwerk der BAG KJS