Kinderzuschlag: Bezieherzahl hat sich verdreifacht

Die Zahl der Kinder in einkommensschwachen Familien, die Kinderzuschlag erhalten, hat sich seit Januar auf knapp eine Million verdreifacht. Das geht aus Daten des Bundesfamilienministeriums hervor, über die die Rheinische Post berichtete. Demnach hatten im Januar des laufenden Jahres knapp 300.000 Kinder die Leistung erhalten, im August waren es bereits mehr als 900.000 Minderjährige. Familienministerin Franziska Giffey (SPD) führt den drastischen Anstieg auf die Folgen der Corona-Krise sowie Reformen im Gesetz zurück. Giffey sieht es als großen Erfolg an, dass man so vielen Familien helfen könne. Zum März hatte die Bundesregierung infolge der Pandemie den „Notfall-Kinderzuschlag“ mit weniger Nachweispflichten geschaffen. Die Zahl der begünstigten Kinder wuchs demnach von rund 376.000 im März auf etwa 488.000 im April sprunghaft an. Zuvor hatte die Bundesregierung den Zuschlag in zwei Schritten reformiert, um mehr Kinder zu erreichen. Im Juni 2019 – vor der ersten Reform – hatten die Eltern von lediglich knapp 254.000 Kindern einen Anspruch geltend gemacht. Pro Kind und Monat erhalten sie zusätzlich zum Kindergeld bis zu 185 Euro Kinderzuschlag.

Quelle: BMFSFJ; KNA; Rheinsiche Post

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